Wasserhärte in Kremmen

PLZ 16766 · Oberhavel, Brandenburg

17,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Kremmen

Website

Praktische Tipps bei 17,5 °dH

Spülmaschine

Bei 17,5 °dH in Kremmen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Kremmen liegt mit 17,5 °dH 1,1 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Kremmen
17,5
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Kremmen liegt mit 17,5 °dH 2,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kremmen
17,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Oberkrämer 20 °dH hart
Leegebruch 16,5 °dH hart
Velten 16,7 °dH hart
Rüthnick 16 °dH hart
Oranienburg 16 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kremmen

Unter Kremmen liegt eine typische Landschaft des nordbrandenburgischen Tieflands. Der Untergrund besteht aus eiszeitlich abgelagerten Sanden, Kiesen und Grundmoränenmaterial, darüber vielerorts lehmige und mergelige Anteile aus der letzten Vereisung. Diese Schichten hat das Eis des Weichselglazials hierhergeschoben und beim Rückzug als flache, wasserarme Ebene hinterlassen. Kalkreich sind nicht tiefe Felsbänke, sondern vor allem fein verteilte Mineralstoffe in den Moränenablagerungen und im Grundwasserleiter. Genau daraus erklärt sich der hohe Härtewert von 17,5 °dH: Das Wasser steht im Kontakt mit mineralischen Schichten, nimmt Calcium und Magnesium auf und wird auf seinem Weg durch die sandigen, aber nicht völlig kalkfreien Sedimente deutlich härter als in reinen Sandgebieten. Die Niederung von Rhin und den kleineren Entwässerungsgräben der Ruppiner Seenlandschaft prägt die Umgebung zusätzlich, doch die eigentliche Härte entsteht im Untergrund, nicht im Oberflächenwasser. Das Trinkwasser für Kremmen kommt aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Oranienburg, kurz OWA. Es wird aus Tiefbrunnen im regionalen Grundwasser gewonnen, aufbereitet und über das Verbandsnetz in die Ortsteile und ins Stadtgebiet verteilt. Die Brunnen zapfen die unter den Sanderflächen lagernden Grundwasserstockwerke an, die in Oberhavel seit Jahrzehnten für die Versorgung genutzt werden. Talsperren spielen hier keine Rolle, ebenso wenig Quellfassungen wie in Mittelgebirgen. Entscheidend sind die ergiebigen, aber mineralisch geprägten Grundwasserleiter unter den eiszeitlichen Ablagerungen. Kremmen bezieht damit Wasser aus derselben hydrogeologischen Landschaft, die auch viele Orte zwischen Oranienburg, Velten und Fehrbellin versorgt, nur mit einem messbar härteren Profil. Der Unterschied zu manchen Nachbarorten liegt im geologischen Feinschliff. Dort, wo Sande dominieren und das Grundwasser kürzere Wege durch kalkarme Schichten nimmt, fällt die Härte oft niedriger aus. Kremmen sitzt dagegen am Rand einer Landschaft mit mehr Geschiebe, Moränenresten und feinkörnigen Bindungen im Boden, was dem Wasser zusätzliche Mineralien mitgibt. Gegenüber dem übrigen Brandenburg liegt der Wert ebenfalls im oberen Bereich, denn weite Teile des Landes haben eher weiche bis mittlere Härte aus sehr sandigen, nährstoffarmen Untergründen. Kremmen steht damit für das nordwestliche Brandenburg mit etwas kräftiger mineralisiertem Wasser: keine Bergregion, keine Kalkfelsen, aber genug eiszeitliches Material im Untergrund, um den Messwert spürbar anzuheben.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Kremmen

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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