Wasserhärte in Lalendorf

PLZ 18279 · Landkreis Rostock, Mecklenburg-Vorpommern

18,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Güstrow GmbH

Website

Praktische Tipps bei 18,4 °dH

Spülmaschine

Bei 18,4 °dH in Lalendorf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Lalendorf liegt mit 18,4 °dH 0,6 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Lalendorf
18,4
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Lalendorf liegt mit 18,4 °dH 3,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Lalendorf
18,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Groß Wokern 19,1 °dH hart
Hoppenrade 18,9 °dH hart
Groß Roge 19,1 °dH hart
Kuchelmiß 18 °dH hart
Plaaz 18,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Lalendorf

Unter Lalendorf liegt ein geologischer Baukasten aus der Eiszeit. Der Ort sitzt auf Grundmoränen und Sanden, die die Gletscher der letzten Kaltzeiten abgelagert haben. Dazu kommen stellenweise Geschiebemergel und kiesige Lagen, also Material, das aus Skandinavien herangeschoben, zermahlen und nach dem Rückzug des Eises liegen blieb. Diese Schichten sind nicht kalkarm, sondern enthalten genug karbonatisches Gestein aus dem Geschiebe, um dem Grundwasser auf seinem Weg durch den Untergrund Mineralien mitzugeben. Genau deshalb fällt der Härtewert hier mit 18,4 °dH hoch aus. Das Wasser löst auf seinem Weg durch Moränenlehm und kalkhaltige Sandlinsen Calcium und Magnesium aus dem Lockergestein. Auch die Niederungen Richtung Warnow und die kleinen Bachtäler der Umgebung sorgen nicht für weiches Wasser, sondern für weitere Mineralaufnahme aus dem durchlässigen Bodenprofil. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem fernen Stausee, sondern aus örtlichen Grundwasservorkommen des regionalen Netzgebietes. Zuständig ist die Stadtwerke Güstrow GmbH, die das Wasser aus Brunnen im Versorgungsraum des Landkreises Rostock gewinnt und über das Leitungsnetz nach Lalendorf bringt. Die Förderung erfolgt aus tiefen Grundwasserleitern, die unter den Moränenflächen liegen und durch die dichten, feinkörnigen Deckschichten geschützt sind. Solche Brunnen nutzen das Wasser, das sich über Jahre bis Jahrzehnte in den eiszeitlichen Sanden gesammelt hat. Quellfassungen oder Talsperren spielen hier keine Rolle; entscheidend sind die lokalen Grundwasserhorizonte, die in dieser Landschaft überall von der Eiszeit geprägt sind. Lalendorf unterscheidet sich damit deutlich von vielen Orten an der Ostseeküste und in den großen Niederungen Mecklenburg-Vorpommerns, wo teils weicheres Wasser aus anderen Grundwasserstockwerken oder aus stärker sandgeprägten Gebieten anliegt. Hier im Binnenland von Mecklenburg-Vorpommern ist das Wasser wegen der moränischen Ablagerungen härter und mineralreicher. Gegenüber Nachbarorten wie Teterow, Krakow am See oder dem weiteren Umland von Güstrow zeigt Lalendorf die typische Handschrift des alten Grundmoränenlandes: wenig Karbonat im Oberboden, aber kalkhaltiges Geschiebe im Untergrund und damit ein spürbar härterer Charakter im Trinkwasser. Die Landschaft selbst, von flachen Hügeln, Ackerflächen und eiszeitlichen Rücken geprägt, schreibt den Wert direkt in die Leitung.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Güstrow GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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