Wasserhärte in Lehmkuhlen

PLZ 24211 · Plön, Schleswig-Holstein

17,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Ostholstein

Website

Praktische Tipps bei 17,1 °dH

Spülmaschine

Bei 17,1 °dH in Lehmkuhlen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Lehmkuhlen liegt mit 17,1 °dH 3,2 °dH über dem Durchschnitt (13,9 °dH).

Lehmkuhlen
17,1
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Lehmkuhlen liegt mit 17,1 °dH 2,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Lehmkuhlen
17,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Schellhorn 16,8 °dH hart
Lebrade 17,7 °dH hart
Preetz 17,1 °dH hart
Martensrade 18,1 °dH hart
Mucheln 18,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Lehmkuhlen

Unter Lehmkuhlen liegt ein eiszeitlicher Boden aus Grundmoräne, Geschiebelehm, Sand und eingelagerten Mergeln. Diese Schichten hat das skandinavische Inlandeis am Ende der letzten Kaltzeit abgelagert, als es das heutige Kreisgebiet von Plön überformte. Kalkhaltige Kiesel, feine Tonanteile und verfestigte Mergel geben dem Grundwasser hier viel Kontaktfläche mit Mineralen. Auf dem Weg durch die wasserführenden Sandlagen löst es Calcium und Magnesium aus dem Untergrund. Genau daraus entsteht der harte Wert von 17,1 °dH. Die Nähe zu den Moränenzügen der Holsteinischen Schweiz und zu den Niederungen mit kleineren Seen und Bächen im Umland sorgt dafür, dass das Wasser nicht nur aus reinem Sand kommt, sondern aus einem wechselnden Mosaik von Geschiebematerial, das härter ist als die weiten Sandgebiete an der Ostseeküste. Das Trinkwasser selbst stammt aus den lokalen Grundwasserbrunnen des Wasserwerks im Versorgungsnetz des Zweckverbands Ostholstein. Die Förderung greift in tiefere, geschützte Grundwasserleiter unter den glazialen Ablagerungen, nicht aus Talsperren und nicht aus Oberflächenwasser. Von dort geht es über die Aufbereitung und das Leitungsnetz in die Ortsteile von Lehmkuhlen. Zuständig ist der Zweckverband Ostholstein, der im Kreis Plön und im angrenzenden Raum die Versorgung aus eigenen Wassergewinnungsanlagen organisiert. Diese Herkunft aus Brunnen in kalk- und mergelgeprägtem Untergrund ist der direkte Grund, warum das Wasser hier deutlich mineralreicher ausfällt als in Gegenden mit jungen, reinen Sanden. Im Vergleich mit den Nachbarorten wirkt Lehmkuhlen damit deutlich härter als viele Gemeinden an der Küste oder in den sandigen Teilen Schleswig-Holsteins, wo das Grundwasser oft weicher bleibt. Der Kreis Plön liegt mitten in einer Landschaft aus Moränenrücken, Senken und Seenplatten. Darum schwankt die Härte von Ort zu Ort stärker als in flacheren, sanddominierten Regionen. Während Orte mit stärker ausgespülten Sanderflächen weichere Werte zeigen, trifft Lehmkuhlen auf den mineralreichen Kern der eiszeitlichen Ablagerungen. Genau diese geologische Lage zwischen Moräne, Sand und Mergel prägt das Wasser hier bis heute und macht es im regionalen Vergleich klar kalkreicher als viele Nachbarn im Land.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Ostholstein

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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