Wasserhärte in Lindholz

PLZ 18334 · Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern

20,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste

Website

Praktische Tipps bei 20,2 °dH

Spülmaschine

Bei 20,2 °dH in Lindholz: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Lindholz liegt mit 20,2 °dH 2,4 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Lindholz
20,2
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Lindholz liegt mit 20,2 °dH 5,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Lindholz
20,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Behren-Lübchin 19,9 °dH hart
Grammow 19,9 °dH hart
Bad Sülze 19,5 °dH hart
Tribsees 24,2 °dH hart
Thelkow 15 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Lindholz

Unter Lindholz liegt das junge norddeutsche Flachland, geprägt von eiszeitlichen Sanden, Geschiebemergel und örtlichen Tonlagen. Diese Schichten wurden von Gletschern der letzten Eiszeiten herangeschoben, abgelagert und später vom Schmelzwasser sortiert. Im Untergrund wechseln durchlässige Sande mit dichteren Mergelpaketen und kalkhaltigen Geschieben aus Skandinavien. Genau dort beginnt der hohe Härtewert von 20,2 °dH: Wasser, das länger durch kalkführende Moränen und mergelige Lagen sickert, löst Calcium und Magnesium auf. Im Landkreis Vorpommern-Rügen ist das typisch für viele Bereiche zwischen Boddenküste und Hinterland, doch in Lindholz fällt der Wert deutlich hart aus, weil die Grundwasserleiter hier nicht nur Sand führen, sondern auch mineralreiche Geschiebemassen und kalkige Beimengungen aus der Eiszeit. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus örtlichen Grundwasserbrunnen des zuständigen Zweckverbands. Zuständig ist der Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste, der die Entnahme, Aufbereitung und Verteilung über das regionale Leitungsnetz organisiert. Gefördert wird aus tieferen Grundwasserhorizonten, die unter den Ackerflächen und Niederungen des Umlands liegen. Dieses Wasser hat auf seinem Weg durch die geprägten Moränenzüge mehr Mineralstoffe aufgenommen als in den sandigeren Teilen Mecklenburg-Vorpommerns. Darum liegt Lindholz spürbar über Orten, in denen reine Sande dominieren und das Wasser weicher bleibt. Auch die Nähe zu Niederungen und kleinen Vorflutern ändert daran wenig, denn entscheidend ist nicht der Bach an der Oberfläche, sondern der lange Weg des Wassers durch den Untergrund. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten im Vorpommern-Rügener Hinterland steht Lindholz damit auf der härteren Seite. Städte und Dörfer mit stärker sandgeprägten Einzugsgebieten erreichen oft niedrigere Werte, während Lindholz von den kalkhaltigen eiszeitlichen Ablagerungen des Landrückens beeinflusst wird. Mecklenburg-Vorpommern gilt insgesamt als Land mit vielen weichen bis mittleren Wässern, doch das südliche und östliche Vorpommern zeigt örtlich deutlich härtere Ausprägungen, sobald Mergel und Grundmoräne näher an die Oberfläche rücken. Lindholz gehört genau zu diesen Punkten im Kartenbild der Region: kein Küstenort mit reinem Sanduntergrund, sondern ein Platz, an dem die Eiszeit den Untergrund mit Kalk, Mergel und Moränenschutt so stark geprägt hat, dass sich das im Trinkwasser klar ablesen lässt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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