Wasserhärte in Lindow (Mark)

PLZ 16835 · Ostprignitz-Ruppin, Brandenburg

15 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasser- und Abwasserverband Rhin-Havelluch

Website

Praktische Tipps bei 15 °dH

Spülmaschine

Bei 15 °dH in Lindow (Mark): Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Lindow (Mark) liegt mit 15 °dH 1,4 °dH unter dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Lindow (Mark)
15
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Lindow (Mark) liegt mit 15 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Lindow (Mark)
15
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Vielitzsee 16,9 °dH hart
Herzberg (Mark) 16,1 °dH hart
Sonnenberg 16,8 °dH hart
Rüthnick 16 °dH hart
Schönermark 16,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Lindow (Mark)

Unter Lindow (Mark) liegt ein eiszeitlicher Untergrund aus Sanden, Kiesen und Geschiebemergel. Diese Schichten wurden von den Gletschern der letzten Eiszeiten abgelagert, als das Inlandeis Material aus Skandinavien heranschob und nach dem Rückzug breite Grundmoränen hinterließ. Kalkhaltige Bestandteile aus dem Mergel und den Moränen mischen sich hier mit den Sanden der Rinnen und Niederungen rund um Gudelacksee, Wutzsee und Vielitzsee. Dazu kommt das Grundwasser aus den glazialen Ablagerungen des Ruppiner Landes, das auf seinem Weg durch den Untergrund Mineralien löst. Darum liegt die Wasserhärte in Lindow (Mark) bei 15 °dH und damit deutlich im harten Bereich. Die Nähe zu seenreichen Niederungen und tonig-mergeligen Böden sorgt dafür, dass das Wasser mehr Calcium und Magnesium aufnimmt als in den reinen Sandgebieten Brandenburgs. Das Trinkwasser kommt aus dem regionalen Netz des Wasser- und Abwasserverbands Rhin-Havelluch. Versorgt wird Lindow (Mark) über Grundwasser aus den Verbandsbrunnen im Landkreis Ostprignitz-Ruppin, das aufbereitet und in das Leitungsnetz eingespeist wird. Anders als Orte mit großen Fernwasserleitungen aus tieferen, stärker geschützten Rohwasserreservoirs stützt sich Lindow auf die lokalen Vorkommen des glazial geprägten Untergrunds. Die Wasserfassung liegt damit nahe an den natürlichen Speicher- und Filterräumen des Bodens, nicht an einem Fluss oder einer Talsperre. Die umliegenden Seen und Niederungen prägen den Zufluss, doch die eigentliche Herkunft bleibt das regionale Grundwasser aus den eiszeitlichen Schichten. Der Unterschied zu vielen Nachbarorten in Brandenburg ist deutlich. Nördlich und östlich dominieren oft sehr sandige, kalkarme Flächen mit weicherem Wasser, während Lindow (Mark) durch Mergelreste und Moränenmaterial spürbar härter versorgt wird. Auch im Vergleich zu den trockenen Heide- und Waldlandschaften der Prignitz oder zu reinen Siedlungsgebieten auf Flugsand fällt der höhere Mineralgehalt auf. Die Lage zwischen mehreren Seen und auf einem von Gletschern umgeformten Bodenband macht den Ort hydrologisch eigenständig. Lindow bekommt kein anonymes Standardwasser, sondern Wasser aus einem Untergrund, der von Eis, Sand und kalkigem Geschiebematerial geprägt ist.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasserverband Rhin-Havelluch

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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