Wasserhärte in Medow

PLZ 17391 · Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern

19,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste

Website

Praktische Tipps bei 19,1 °dH

Spülmaschine

Bei 19,1 °dH in Medow: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Medow liegt mit 19,1 °dH 1,3 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Medow
19,1
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Medow liegt mit 19,1 °dH 4,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Medow
19,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Postlow 18,8 °dH hart
Stolpe an der Peene 19,1 °dH hart
Neuenkirchen 19,1 °dH hart
Krien 18,5 °dH hart
Blesewitz 19,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Medow

Medow liegt mit 19,1 °dH deutlich über dem Schnitt vieler Orte in Mecklenburg-Vorpommern, wo die Trinkwasserhärte oft spürbar niedriger ausfällt. Der Unterschied hat einen klaren Grund: Vorpommern-Greifswald sitzt geologisch auf eiszeitlich geprägten Sedimenten, in denen Kalk, Mergel und mineralreiche Geschiebematerialien das Grundwasser stark anreichern. Auch die flachen Niederungen zwischen Peene und Randow tragen ihren Teil dazu bei, weil das Wasser auf seinem Weg durch die Schichten viel Calcium und Magnesium löst. Darum fällt das Trinkwasser in Medow härter aus als in manchen Küstenorten mit sandigeren, nährstoffärmeren Böden und auch oft härter als in Teilen des Landesinneren, wo andere Grundwasserleiter dominieren. Der Ort spürt also unmittelbar, was der Untergrund hergibt: kein weiches Oberflächenwasser, sondern mineralreiches Grundwasser aus der Tiefe. Versorgt wird Medow über den regionalen Netzverbund des Zweckverbands Wasser und Abwasser Vorpommern, der das Trinkwasser aus Grundwasserfassungen in der Region fördert und über die örtlichen Leitungen verteilt. Die Versorgung stützt sich nicht auf eine Talsperre, sondern auf Brunnenfelder, die in den wasserreichen Sedimenten des Landkreises liegen. Genau dort wird das Wasser gefasst, aufbereitet und ins Netz eingespeist. Die Lage zwischen Anklam, Ducherow und den kleineren Orten im Umland macht die Einbindung in ein gemeinsames Versorgungsgebiet besonders wichtig. Medow bezieht damit Wasser aus einem Verbund, der auf lokale Grundwasservorkommen setzt und nicht auf überregionale Fernwasserzufuhr. Gegenüber Nachbarorten zeigt sich Medow deshalb nicht als Sonderfall, aber als klar harter Standort innerhalb einer Region, die ohnehin vielerorts mineralreiches Wasser kennt. Richtung Peenetal und in den flacheren, feuchten Niederungen können einzelne Versorgungsgebiete etwas weicher ausfallen, während Orte auf denselben eiszeitlichen Schichten oft ähnliche Härtewerte erreichen. Im Vergleich zum Landesdurchschnitt wirkt Medow damit deutlich kalkreicher. Das passt zum Landschaftsbild der Region: kein Mittelgebirge, keine mächtigen Felsmassive, sondern eiszeitlich umgeformte Böden, unter denen das Grundwasser reich an gelösten Mineralien zirkuliert. Medow steht damit exemplarisch für den nordostdeutschen Untergrund, der dem Trinkwasser seinen harten Charakter gibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasser/Abwasser Boddenküste

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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