Wasserhärte in Mühlenberge

PLZ 14662 · Havelland, Brandenburg

18,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Osthavelländische Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH (OWA)

Website

Praktische Tipps bei 18,9 °dH

Spülmaschine

Bei 18,9 °dH in Mühlenberge: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Mühlenberge liegt mit 18,9 °dH 2,5 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Mühlenberge
18,9
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Mühlenberge liegt mit 18,9 °dH 4,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Mühlenberge
18,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Pessin 18,9 °dH hart
Paulinenaue 18,1 °dH hart
Wiesenaue 18,7 °dH hart
Retzow 18,7 °dH hart
Friesack 18,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Mühlenberge

Mühlenberge liegt beim Trinkwasser deutlich über dem Brandenburg-Mittel. Mit 18,9 °dH ist das Wasser hier hart, während viele Orte im Havelland und weite Teile des Landes eher mittlere Werte sehen. Der Unterschied kommt aus dem Untergrund der westlichen Havellandlandschaft: sandige, eiszeitlich geprägte Deckschichten treffen auf darunter liegende Sedimente, aus denen Grundwasser auf seinem Weg mehr Mineralien löst. In der Umgebung von Mühlenberge fehlen große weichwasserführende Oberflächengewässer. Stattdessen prägen Grundwasserleiter im Lockersediment die Versorgung. Je länger das Wasser durch Sand, Kies und tonige Lagen im Havelland zirkuliert, desto mehr Calcium und Magnesium nimmt es auf. Genau daraus ergibt sich der harte Charakter dieses Wassers. Das Trinkwasser für Mühlenberge stammt aus dem Netz des zuständigen regionalen Versorgers im Havelland, der die Orte der Gemeinde über Grundwasserbrunnen in den umliegenden Wasserfassungen speist und über Aufbereitung und Druckverbund in den Ort leitet. In dieser Landschaft kommen keine Talsperren oder Fernwasserstränge als prägende Quelle zum Tragen. Entscheidend sind die örtlichen Brunnenfelder, wie sie für die Versorgung im ländlichen Havelland typisch sind. Die Nähe zu Rhin, Dosse und den kleineren Niederungsbereichen wirkt sich vor allem indirekt aus, weil diese Gewässer die Grundwasserneubildung und den Wasserstand im Untergrund mitbestimmen. Das Rohwasser bleibt dabei kalkreich, weil es aus mineralhaltigen Schichten des glazial geprägten Nordwestbrandenburgs stammt. Gegenüber Nachbarorten im Havelland fällt Mühlenberge mit diesem Härtewert auf der harten Seite aus. Orte mit stärkerem Einfluss von Mooren, Niederungen oder jüngeren, nährstoffarmen Sanden kommen teils weicher daher. Mühlenberge liegt dagegen in einer Landschaft, in der das Wasser länger im Boden bleibt und mehr Gesteinsbestandteile aufnimmt. Auch im Vergleich zum brandenburgischen Durchschnitt steht der Ort damit nicht am unteren, sondern am oberen Rand der Härteskala. Wer aus Richtung Gumtow, Friesack oder den kleineren Ortsteilen der Umgebung schaut, erkennt schnell: Das Wasserbild ist hier nicht von Flusswasser, sondern von tiefem Grundwasser und den geologischen Schichten des Havellands geprägt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Osthavelländische Trinkwasserversorgung und Abwasserbehandlung GmbH (OWA)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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