Wasserhärte in Müllrose

PLZ 15299 · Oder-Spree, Brandenburg

19,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

FWA Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH

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Praktische Tipps bei 19,3 °dH

Spülmaschine

Bei 19,3 °dH in Müllrose: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Müllrose liegt mit 19,3 °dH 2,9 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Müllrose
19,3
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Müllrose liegt mit 19,3 °dH 4,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Müllrose
19,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Mixdorf 14 °dH mittel
Groß Lindow 19,3 °dH hart
Siehdichum 16,4 °dH hart
Ragow-Merz 16,2 °dH hart
Grunow-Dammendorf 16,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Müllrose

Zwischen Schlaube, Oelser See und den feuchten Niederungen des Schlaubetals liegt Müllrose auf eiszeitlich geformtem Untergrund, der das Grundwasser nur langsam versickern lässt. Unter den sandigen Deckschichten folgen glaziale Sande, Kiese und örtlich tonige Lagen aus der Weichselzeit, darunter liegen karbonatreiche Sedimente, aus denen sich Kalk und Magnesium ins Wasser lösen. Genau diese Schichten drücken den Härtewert auf 19,3 °dH nach oben. Die Spree und die vielen Altgewässer der Region prägen den Wasserhaushalt zusätzlich, doch die eigentliche Mineralfracht stammt aus dem langen Kontakt mit dem Boden im Oder-Spree-Gebiet. Darum wirkt Müllrose deutlich härter als Orte mit reinem Lockersand im westlichen Brandenburg, wo das Wasser oft spürbar weicher ausfällt. Das Trinkwasser für Müllrose kommt aus dem Netz des Wasserverbandes Oder-Spree. Die Versorgung läuft über die Verbandsanlagen und Brunnen im regionalen Einzugsgebiet des Oder-Spree-Raums, aus tieferen Grundwasserleitern, die im Schutz der Schlaubeniederung und der umliegenden Sanderflächen gefasst werden. Diese Brunnen fördern Wasser aus Schichten, die seit Jahrzehnten unter Druck stehen und durch die Ablagerungen der Eiszeit mineralisch angereichert wurden. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle. Entscheidend sind die gefassten Grundwasserreserven, die der Verband aufbereitet und in Müllrose einspeist. Der Härtewert passt damit zu einer Landschaft, in der Wasser lange im Untergrund bleibt und dabei mehr Kalk bindet als in vielen anderen Teilen Brandenburgs. Gegenüber Beeskow, Eisenhüttenstadt oder den Orten am Rand des Berliner Urstromtals liegt Müllrose in einer kleinräumig stärker gegliederten Landschaft mit Schlaubetälern, Seen und kiesigen Grundmoräneninseln. Das macht das Wasser hier oft etwas mineralischer als in Nachbarorten mit lockeren, stärker ausgewaschenen Sanden. Auch im Vergleich zu weiten Teilen der Mark Brandenburg ist der Unterschied deutlich: Dort dominieren flache, nährstoffarme Sande, hier kommen wasserführende Schichten mit mehr Kalkanteil und längerer Fließzeit zusammen. Müllrose steht damit für ein Brandenburg des Übergangs, in dem Seeufer, Niederungsboden und Grundwasserleiter gemeinsam den Geschmack und die Härte des Trinkwassers formen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: FWA Frankfurter Wasser- und Abwassergesellschaft mbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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