Wasserhärte in Nottertal-Heilinger Höhen

PLZ 99994 · Unstrut-Hainich-Kreis, Thüringen

30,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Trinkwasserzweckverband Mühlhausen und Umland

Website

Praktische Tipps bei 30,4 °dH

Spülmaschine

Bei 30,4 °dH in Nottertal-Heilinger Höhen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Nottertal-Heilinger Höhen liegt mit 30,4 °dH 9,5 °dH über dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Nottertal-Heilinger Höhen
30,4
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Nottertal-Heilinger Höhen liegt mit 30,4 °dH 15,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Nottertal-Heilinger Höhen
30,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Marolterode 31,4 °dH hart
Körner 29,8 °dH hart
Holzsußra 28,8 °dH hart
Ebeleben 19 °dH hart
Abtsbessingen 30,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Nottertal-Heilinger Höhen

Unter Nottertal-Heilinger Höhen liegt kein junges Sandgebiet, sondern ein altes Mosaik aus Muschelkalk, Keuper und tonigen Mergeln des Thüringer Beckens. Diese Schichten entstanden vor Millionen Jahren aus dem Meer, später wurden sie gehoben, zerbrochen und von Löss überdeckt, der sich in den offenen Lagen des Landkreises ablagerte. Regenwasser sickert durch die kalkreichen Lagen, löst dabei Calcium- und Magnesiumverbindungen aus und speist so ein Grundwasser, das von Natur aus hart ausfällt. Der Wert von 30,4 °dH passt deshalb zu einer Landschaft, in der die Hänge, Böden und Untergründe des Unstrut-Hainich-Kreises deutlich mehr Kalk freigeben als viele Mittelgebirgsräume Thüringens. Die Nähe zu Notter, Unstrut und den trockeneren Hochflächen verstärkt diesen Eindruck, weil hier keine großen kristallinen Gesteine das Wasser weich halten, sondern Sedimentgesteine mit viel Carbonat im Untergrund dominieren. Das Trinkwasser kommt aus dem Verbund des Trinkwasserzweckverbands Mühlhausen und Umland. Versorgt werden die Ortsteile über Brunnenfelder und Verbundleitungen aus dem nördlichen Thüringer Becken, ergänzt durch aufbereitetes Mischwasser aus dem regionalen Netz. Die Förderung stützt sich auf Grundwasser, das in den kalk- und mergelreichen Schichten des Umlands gewonnen wird, nicht auf eine große Talsperre. Genau dort liegt der Grund für den deutlichen Härteeindruck im Glas: Das Wasser hat den langen Weg durch Muschelkalk und andere karbonathaltige Horizonte bereits hinter sich, bevor es in Nottertal-Heilinger Höhen ankommt. Gegenüber Orten im Thüringer Wald oder in den höher gelegenen Schiefer- und Granitgebieten ist das ein klarer Kontrast, denn dort bleiben die Werte meist niedriger, weil kaum lösliche Kalkminerale im Untergrund stecken. Im Unstrut-Hainich-Kreis selbst zeigt sich das Bild ähnlich, aber nicht überall gleich stark; Orte mit tieferem Kalksteinuntergrund liegen oft noch näher an diesem Bereich, während sandigere Randlagen etwas weicher ausfallen können.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Trinkwasserzweckverband Mühlhausen und Umland

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber