Wasserhärte in Holzsußra

PLZ 99713 · Kyffhäuserkreis, Thüringen

28,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Thüringer Fernwasserversorgung

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Praktische Tipps bei 28,8 °dH

Spülmaschine

Bei 28,8 °dH in Holzsußra: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Holzsußra liegt mit 28,8 °dH 7,9 °dH über dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Holzsußra
28,8
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Holzsußra liegt mit 28,8 °dH 14,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Holzsußra
28,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ebeleben 19 °dH hart
Rockstedt 26,5 °dH hart
Nottertal-Heilinger Höhen 30,4 °dH hart
Abtsbessingen 30,6 °dH hart
Marolterode 31,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Holzsußra

Unter Holzsußra prägen die Gesteine des Kyffhäuserumlands das Trinkwasser stärker als jede Leitungsanlage. Der Ort liegt auf einer Landschaft aus Buntsandstein, darüber lagern Schichten von Muschelkalk und stellenweise mergelige Ablagerungen, die in früheren Erdzeitaltern aus Meeresboden, Verwitterungsschutt und späterem Abtrag entstanden sind. In der Umgebung haben Wind, Regen und die Täler kleiner Bäche Kalk und Sulfat aus dem Untergrund gelöst. Solches Wasser wandert langsam durch Klüfte und Poren, nimmt dabei viel Calcium und Magnesium auf und kommt deshalb mit einem Härtewert von 28,8 °dH an die Zapfstelle. Der Kyffhäuser selbst wirkt dabei wie ein geologischer Speicher: harte, mineralreiche Grundwässer sind hier typisch, weil Kalk und Gips im Untergrund weit verbreitet sind und die Niederschläge auf ihrem Weg in die Tiefe reichlich Kontakt mit diesen Schichten haben. Die Versorgung von Holzsußra läuft über das Netz des Kyffhäuserkreises und wird aus regionalen Brunnen gespeist, die das Grundwasser aus den wasserführenden Schichten des Buntsandsteins und aus tieferen, kalkreichen Horizonten fördern. Hinzu kommen Verbundleitungen aus dem Umfeld von Ebeleben und der weiteren Nordthüringer Wasserversorgung, die die Ortsteile im Kreis stabil versorgt. Die Nähe zu den Tälern von Wipper und Helbe spielt dabei eine Rolle, weil diese Niederungen das Grundwasser bündeln und als natürliche Sammelräume wirken. Anders als Orte mit weichen Quellwässern aus dem Thüringer Wald bekommt Holzsußra kein weiches Bergwasser, sondern ein deutlich mineralisiertes Mischwasser aus regionalen Brunnen und Verbundsystemen. Darum liegt der Wert hier klar im harten Bereich. Im Vergleich zu vielen Nachbarorten im Kyffhäuserkreis fällt Holzsußra mit seinem kräftigen Härteprofil nicht aus der Reihe, sondern steht eher auf der harten Seite des regionalen Spektrums. Südlich und westlich, wo Thüringer Wald, Schiefergebirge oder höhere Quellgebiete das Wasser speisen, sind die Werte oft niedriger, weil dort weniger Kalk im Untergrund steckt. Nördlich und östlich, in den offenen Muschelkalk- und Buntsandsteinlandschaften um Bad Frankenhausen, Ebeleben und die Hainleite, tauchen dagegen ähnliche, teils ebenso harte Wässer auf. Holzsußra liegt damit genau in einer Zone, in der die Geologie das Trinkwasser deutlich prägt: kein weiches Mittelgebirgswasser, sondern ein Wasser, das den Kalk des Untergrunds im Glas mitliefert.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Thüringer Fernwasserversorgung

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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