Wasserhärte in Pudagla

PLZ 17429 · Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern

18,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Insel Usedom

Website

Praktische Tipps bei 18,2 °dH

Spülmaschine

Bei 18,2 °dH in Pudagla: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Pudagla liegt mit 18,2 °dH genau im Durchschnitt (17,8 °dH).

Pudagla
18,2
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Pudagla liegt mit 18,2 °dH 3,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Pudagla
18,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Benz 19,1 °dH hart
Ückeritz, Seebad 19,1 °dH hart
Mellenthin 18,7 °dH hart
Heringsdorf, Ostseebad 18,2 °dH hart
Loddin, Seebad 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Pudagla

Pudagla liegt beim Trinkwasser deutlich über dem Niveau vieler Orte in Mecklenburg-Vorpommern: 18,2 °dH sind hart, während große Teile des Landes oft mit weicherem bis mittelhartem Wasser aus eiszeitlich geprägten Grundwasserleitern versorgt werden. Der Unterschied beginnt im Untergrund. Auf der Insel Usedom, zu der Pudagla gehört, liegen junge Sand-, Kies- und Geschiebemergel-Schichten aus der Eiszeit über dem Grundwasser. Sie werden im südlichen Achterland von Seen, Mooren und kleinen Niederungen wie dem Schmollensee und dem Gothensee begleitet. Kalkhaltige Bestandteile aus den glazialen Sedimenten lösen sich auf dem Weg durch diese Schichten mit aus und treiben die Härte nach oben. Anders als in Gebieten mit starkem Niederschlagsüberschuss und sehr sandigen, kalkarmen Böden bleibt das Wasser hier mineralischer und deutlich härter. Auch die Lage zwischen Achterwasser und den wasserreichen Niederungen des Usedomer Binnenlandes prägt die Chemie des Grundwassers stärker als in den Nachbarorten am offenen Ostseeraum. Das Trinkwasser für Pudagla stammt aus dem regionalen Netz des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserbehandlung Insel Usedom. Versorgt wird der Ort über Brunnenfelder der Insel, die tiefere Grundwasserhorizonte im Usedomer Achterland erschließen. Diese Fassungen liegen nicht an Flüssen oder Talsperren, sondern in den glazialen Sand- und Kieskörpern, die das Inselinnere tragen. Von dort wird das Wasser aufbereitet und in das Leitungsnetz eingespeist. Der Weg ist also klar regional: kein Fernwasser, keine überregionale Überleitung, sondern Inselgrundwasser aus den lokalen Gewinnungsgebieten des Versorgers. Gerade darin unterscheidet sich Pudagla von vielen Orten im Landkreis Vorpommern-Greifswald und auch von Teilen des übrigen Landes. Auf Usedom schlagen die eiszeitlichen Ablagerungen und die Nähe zu den feuchten Niederungen stärker auf die Wasserchemie durch als in manchem Vorpommern-Ort mit sehr sandigem, nährstoffarmem Untergrund. Gegenüber Nachbarorten wie Benz, Neppermin oder den Seebädern an der Küste wirkt Pudagla nicht weicher, sondern eher kräftiger mineralisiert. Das harte Wasser ist damit ein Spiegel des lokalen Untergrunds zwischen Achterwasser, Schmollensee und dem hügeligen Achterland. Es erzählt von Kalkanteilen in den Sedimenten, von Grundwasser aus der Insel und von einer Versorgung, die ganz auf Usedom selbst basiert.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung Insel Usedom

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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