Wasserhärte in Raguhn-Jeßnitz

PLZ 06779 · Anhalt-Bitterfeld, Sachsen-Anhalt

15,8 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH

Website

Praktische Tipps bei 15,8 °dH

Spülmaschine

Bei 15,8 °dH in Raguhn-Jeßnitz: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Raguhn-Jeßnitz liegt mit 15,8 °dH 5,8 °dH unter dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Raguhn-Jeßnitz
15,8
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Raguhn-Jeßnitz liegt mit 15,8 °dH 1,1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Raguhn-Jeßnitz
15,8
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bitterfeld-Wolfen 16,3 °dH hart
Muldestausee 15,8 °dH hart
Gräfenhainichen 15,7 °dH hart
Zörbig 15,8 °dH hart
Dessau-Roßlau 21,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Raguhn-Jeßnitz

Zwischen Mulde, Fuhne und den sanften Höhenzügen des Flämings liegt Raguhn-Jeßnitz in einer Landschaft, die Wasser sammelt, filtert und zugleich mit Mineralen anreichert. Die Mulde hat ihre Aue tief eingeschnitten, daneben wechseln Kies, Sande und lehmige Deckschichten mit älteren, kalk- und mergelhaltigen Ablagerungen aus dem Untergrund. Genau dort sucht sich das Grundwasser seinen Weg. Es bleibt nicht weich und arm an Stoffen, sondern nimmt unterwegs Calcium und Magnesium aus den Schichten auf. Darum liegt die Wasserhärte hier bei 15,8 °dH. Die Geologie der Elbe-Mulde-Niederung und der Randlagen von Bitterfeld wirkt deutlich auf den Wert. Das Wasser kommt aus dem Boden nicht nur sauber, sondern auch spürbar mineralisch zurück. Die Versorgung in Raguhn-Jeßnitz läuft über die MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH. Das Trinkwasser stammt aus örtlichen Grundwasserfassungen im Verbund des regionalen Netzes, gespeist aus Brunnen in den wasserreichen Niederungen des Landkreises Anhalt-Bitterfeld. Diese Brunnen greifen auf geschützte Aquifere unter den Auen und Niederterrassen zu, nicht auf eine Talsperre. Die Nähe zu Mulde und Fuhne sorgt für einen stetigen Nachschub, zugleich aber für eine Mineralisierung, die sich im mittelharten bis harten Bereich zeigt. Anders als Orte mit stärker sandigen Böden im Norden Sachsen-Anhalts fällt das Wasser hier deutlich kalkreicher aus. Gegenüber Nachbarorten wie Dessau, Wolfen oder Köthen zeigt sich Raguhn-Jeßnitz damit auf derselben regionalen Grundwasserlinie, aber mit einem eigenständigen Härteprofil, das durch die lokale Mischung aus Auenkies, Lehm und karbonathaltigen Schichten geprägt wird. Der Unterschied zum übrigen Sachsen-Anhalt liegt im Detail der Landschaft. In weiten Teilen der Altmark dominiert oft weicheres Wasser aus sandigen, nährstoffärmeren Schichten. Im Harzvorland und an den Flussniederungen des mittleren Elbraums steigt die Härte dagegen rasch an. Raguhn-Jeßnitz steht genau in diesem Übergang. Die Mulde liefert keine Bergquelle, sondern ein Grundwassersystem, das unter den Niederungen langsam reift. Das Ergebnis ist ein Trinkwasser, das stärker mineralisiert ist als in vielen nördlichen Nachbarregionen und zugleich typisch für die wassergeprägte Landschaft zwischen Bitterfeld, Dessau und dem Muldetal bleibt. Wer hier den Hahn aufdreht, bekommt also kein zufälliges Mischwasser, sondern ein Produkt der Flussauen, der Untergründe und der regionalen Brunnenwirtschaft.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: MIDEWA Wasserversorgungsgesellschaft in Mitteldeutschland mbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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