Wasserhärte in Reichenberg

PLZ 97234 · Würzburg, Bayern

29,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH

Website

Praktische Tipps bei 29,2 °dH

Spülmaschine

Bei 29,2 °dH in Reichenberg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Reichenberg liegt mit 29,2 °dH 11,9 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Reichenberg
29,2
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Reichenberg liegt mit 29,2 °dH 14,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Reichenberg
29,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Guttenberger Wald 29,2 °dH hart
Kist 33 °dH hart
Geroldshausen 22 °dH hart
Höchberg 34,6 °dH hart
Randersacker 33,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Reichenberg

Unter Reichenberg liegt kein lockerer Sandboden, sondern der harte Untergrund der Fränkischen Platte. Hier prägen Muschelkalk, darüber stellenweise Keuper-Mergel und Lössdecken die Landschaft. Diese Gesteine stammen aus dem Zeitalter, als hier ein flaches Randmeer lag und Kalkschalen, Ton und Schlamm abgelagert wurden. Später schnitt sich der Main mit seinen Nebenläufen tief ein, doch die kalkreichen Schichten blieben im Untergrund erhalten. Genau daraus kommt die hohe Wasserhärte von 29,2 °dH: Regenwasser sickert durch Kalk und Mergel, löst Calcium und Magnesium und sammelt sich in Grundwasserleitern, die im Landkreis Würzburg vielerorts stark mineralisiert sind. Die umliegenden Talzüge und Hänge tragen zusätzlich Löss und lehmige Böden, doch sie ändern wenig am geologischen Grundton dieser Gegend: hartes Wasser, geprägt vom Kalkstein der Region. Das Trinkwasser für Reichenberg stammt aus dem Netz des Würzburger Versorgers, der die Gemeinde über regionale Grundwassergewinnung und Aufbereitung versorgt. Die Brunnen liegen im Raum Würzburg, wo tiefere Schichten des Muschelkalks und randliche Talfüllungen erschlossen werden. Dort wird Grundwasser gefasst, das bereits auf seinem Weg durch den Untergrund viel Kalk aufgenommen hat. Aus Flüssen wie dem Main selbst kommt das Trinkwasser nicht direkt, doch seine Täler bestimmen die Lage der Gewinnungsgebiete und die Richtung des Grundwassers. Reichenberg liegt damit in einem Versorgungsraum, der stark auf heimische Brunnen setzt und nicht auf Fernwasser aus Talsperren. Gegenüber vielen Orten in Bayern fällt Reichenberg mit seinem deutlich harten Wasser auf. In weiten Teilen Ober- und Niederbayerns liefern andere Geologien weichere Werte, etwa auf Sandstein, Moor oder granitischen Böden. Im Würzburger Umland ist das anders: Zell, Waldbüttelbrunn, Eisingen und die Orte auf der Fränkischen Platte teilen oft ähnliche Härtebereiche, weil überall der Kalk des Muschelkalks dominiert. Reichenberg liegt damit im typischen fränkischen Kalkwassergebiet, aber am oberen Ende dessen, was im Freistaat häufig gemessen wird. Die Ursache steckt nicht im Ort selbst, sondern tief darunter: ein uraltes Meeresbecken, später von Flüssen zerschnitten, heute noch spürbar in jedem Glas.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Würzburger Versorgungs- und Verkehrs-GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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