Wasserhärte in Sankt Goar

PLZ 56329 · Rhein-Hunsrück-Kreis, Rheinland-Pfalz

23 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Anzeige

Wasserversorger

RheinHunsrück Wasser Zweckverband

Website

Praktische Tipps bei 23 °dH

Spülmaschine

Bei 23 °dH in Sankt Goar: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Sankt Goar liegt mit 23 °dH 9,7 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Sankt Goar
23
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Sankt Goar liegt mit 23 °dH 8,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Sankt Goar
23
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sankt Goarshausen, Loreleystadt 16,2 °dH hart
Urbar 14 °dH mittel
Patersberg 16,2 °dH hart
Lierschied 15,2 °dH hart
Nochern 16,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Sankt Goar

Zwischen dem engen Rheintal bei Sankt Goar und den steilen Schieferhängen des Mittelrheins schiebt sich das Wasser langsam durch ein sehr altes Gesteinspaket. Der Rhein selbst prägt die Landschaft, doch das Trinkwasser stammt nicht aus dem Fluss, sondern aus dem Untergrund des Rhein-Hunsrück-Kreises. Dort liegen Tonschiefer, Grauwacke und verwitterte Hangschuttdecken aus dem Devon vor. Diese Gesteine speichern nur wenig Wasser, geben aber Mineralien an jedes durchsickernde Regenwasser ab. Kalkarme Schieferzonen wechseln mit härteren, mineralreichen Schichten. Auf dem Weg durch Klüfte und Lockersedimente nimmt das Wasser vor allem Calcium und Magnesium auf. So entsteht der harte Wert von 23 °dH. Die Lage zwischen Rhein, Hunsrückrand und den Seitentälern sorgt dafür, dass das Grundwasser eher kurz im Fels bleibt und nicht lange gefiltert in tiefen Sand- oder Kieskörpern zirkuliert. Genau deshalb fällt es in Sankt Goar deutlich härter aus als in Gegenden mit weichen Sandstein- oder Eifelwässern. Versorgt wird Sankt Goar vom Zweckverband RheinHunsrück Wasser, der das Trinkwasser über eigene Gewinnungsanlagen im Landkreis bündelt und ins Netz gibt. Das Wasser kommt aus lokalen Grundwasserbrunnen und Quellen im Hunsrückraum, nicht aus einer Talsperre und auch nicht direkt aus dem Rhein. Die Aufbereitung bleibt deshalb regional geprägt, mit Mischwasser aus mehreren Fassungen, damit Druck und Qualität entlang des engen Tals stabil bleiben. Der Versorger speist auch die Ortsteile und die höher liegenden Bereiche oberhalb des Flusses. Der Unterschied zu Nachbarorten wie Oberwesel, St. Goarshausen oder den Höhenlagen des Hunsrücks liegt vor allem in der Geologie. Ufernahe Orte am Mittelrhein erhalten ebenfalls mineralreiches Wasser, doch die Härte schwankt dort je nach Quelle und Mischgebiet oft etwas anders. Gegenüber vielen Teilen von Rheinland-Pfalz ist Sankt Goar klar auf der härteren Seite. Weichere Werte finden sich häufiger in Regionen mit Buntsandstein, Basalt oder anderen großflächigen, grundwasserärmeren Formationen. Hier am Mittelrhein dominiert dagegen der Schiefer, und er prägt das Trinkwasser bis ins Glas.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: RheinHunsrück Wasser Zweckverband

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber