Wasserhärte in Sprendlingen

PLZ 55576 · Mainz-Bingen, Rheinland-Pfalz

19 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH

Website

Praktische Tipps bei 19 °dH

Spülmaschine

Bei 19 °dH in Sprendlingen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Sprendlingen liegt mit 19 °dH 5,7 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Sprendlingen
19
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Sprendlingen liegt mit 19 °dH 4,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Sprendlingen
19
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sankt Johann 19 °dH hart
Badenheim 20,4 °dH hart
Zotzenheim 13,8 °dH mittel
Pfaffen-Schwabenheim 17,3 °dH hart
Welgesheim 18,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Sprendlingen

Sprendlingen bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz, der im Raum Mainz-Bingen mehrere Gewinnungsgebiete bündelt und das Wasser über zentrale Anlagen verteilt. Prägend sind die Förderbrunnen im Rheinhessischen Hügelland, vor allem im Bereich des Ingelheimer Grunds und der Grundwasserfassungen bei Eich, Bodenheim und Nierstein, ergänzt durch weitere Brunnenstandorte im Verbandssystem. Das Wasser stammt damit nicht aus einer einzelnen Quelle vor Ort, sondern aus tiefen, über lange Zeit gefilterten Grundwasserleitern unter den Löss- und Mergelschichten der Region. Über das Leitungsnetz gelangt es nach Sprendlingen und wird dort mit einem Härtewert von 19 °dH als hartes Wasser abgegeben. Dieser Wert passt zur Geologie zwischen Rheinhessen und dem westlichen Rand des Mainzer Beckens. Um Sprendlingen liegen kalk- und mergelreiche Böden, dazu Lössdecken, die Niederschlagswasser zwar aufnehmen, aber im Untergrund viel Calcium und Magnesium aus den Gesteinen lösen. Der Selzraum mit seinen sanften Tälern und den lössbedeckten Höhenzügen trägt zusätzlich dazu bei, dass das Grundwasser mineralischer ausfällt als in regenreicheren Mittelgebirgslagen. Hartes Wasser ist hier kein Zufall, sondern Folge der geologischen Schichten, aus denen die Versorgung gespeist wird. Deshalb liegt Sprendlingen deutlich über vielen Orten im Hunsrück und in den waldreichen Teilen von Rheinland-Pfalz, wo weiches Wasser aus kristallinen oder sandigen Einzugsgebieten dominiert. Auch im direkten Vergleich zeigt sich der Unterschied. In Nachbarorten des Landkreises Mainz-Bingen, etwa entlang der Selz und Richtung Bingen oder Ingelheim, schwanken die Härtegrade je nach Brunnenmischung, bleiben aber oft ebenfalls im mittleren bis harten Bereich. Sprendlingen gehört dabei zu den Orten, in denen der mineralische Charakter besonders klar hervortritt. Gegenüber den Quell- und Talsperrenversorgungen in der Eifel oder im Westerwald ist das Wasser hier deutlich härter, weil es nicht aus grünem Schiefer oder vulkanischem Gestein stammt, sondern aus den kalkhaltigen Sedimenten Rheinhessens. Der Versorger liefert damit ein regional typisches Wasser, das die Geologie des Landesstreifens zwischen Rhein, Selz und rheinhessischem Hügelland direkt ins Glas bringt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserversorgung Rheinhessen-Pfalz GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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