Wasserhärte in Staudernheim

PLZ 55568 · Bad Kreuznach, Rheinland-Pfalz

17,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Trollmühle

Website

Praktische Tipps bei 17,1 °dH

Spülmaschine

Bei 17,1 °dH in Staudernheim: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Staudernheim liegt mit 17,1 °dH 3,8 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Staudernheim
17,1
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Staudernheim liegt mit 17,1 °dH 2,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Staudernheim
17,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Odernheim am Glan 17,1 °dH hart
Oberstreit 17,5 °dH hart
Bad Sobernheim 17,7 °dH hart
Boos 16,6 °dH hart
Duchroth 16,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Staudernheim

Der Landkreis Bad Kreuznach liegt an einer geologisch ausgesprochen bewegten Nahtstelle zwischen dem Nahetal, den Ausläufern des Hunsrücks und den Randbereichen des Nordpfälzer Berglands. Rund um Staudernheim wechseln sich harte Sandsteine, Schiefer, Tonsteine und jüngere Talablagerungen der Nahe ab. Genau diese Schichten prägen das Trinkwasser: In den Festgesteinen läuft Niederschlagswasser nur langsam ein, nimmt auf dem Weg Calcium und Magnesium auf und kommt deshalb mit einem deutlich höheren Härtegrad wieder ans Licht. Die Nahe selbst sorgt mit ihrem Tal für eine schnelle Entwässerung, aber nicht für weiches Wasser, denn die maßgeblichen Mineralien stammen aus dem Gesteinsuntergrund und aus den Grundwasserleitern in den Tälern und an den Hangfüßen. Mit 17,1 °dH liegt Staudernheim klar im harten Bereich und damit über vielen Orten auf den lehmig-sandigen Niederterrassen des Oberrheins, aber auch oft über den weiter westlich gelegenen, weicheren Versorgungsgebieten aus reinem Buntsandstein oder Quellfassungen im Hochwald. Staudernheim bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Trollmühle. Die Versorgung im Nahegebiet stützt sich auf Grundwasser aus Brunnen und auf Quellwasser aus dem Einzugsgebiet des Nahetals und seiner Seitentäler; die Aufbereitung und Verteilung laufen zentral über die Anlagen des Verbandes, bevor das Wasser bis nach Staudernheim gelangt. Der Ort liegt damit nicht an einer großen Talsperre, sondern an einem System aus regionalen Gewinnungsanlagen, das sich an der Geologie des Nahebecken-Raums orientiert. Gerade das unterscheidet Staudernheim von vielen Nachbarorten im Landkreis: Während einzelne Gemeinden im Hunsrückrand eher von quellfrischem, teils weicherem Wasser profitieren, kommt hier Wasser an, das länger durch kalk- und mineralhaltige Schichten gewandert ist. Auch im Vergleich zu anderen Teilen von Rheinland-Pfalz ist der Unterschied spürbar. In den Mittelgebirgszonen des Westerwaldes oder in manchen Hochlagen des Pfälzerwaldes fallen die Härtewerte oft niedriger aus, weil dort andere Gesteine dominieren. Staudernheim steht deshalb für das typische Nahe-Muster: ein landschaftlich enger Talraum, geologisch vielschichtig, und ein Trinkwasser, das diese Erdgeschichte deutlich im Härtegrad trägt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Trollmühle

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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