Wasserhärte in Thale

PLZ 06502 · Harz, Sachsen-Anhalt

16,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz

Website

Praktische Tipps bei 16,6 °dH

Spülmaschine

Bei 16,6 °dH in Thale: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen-Anhalt

Thale liegt mit 16,6 °dH 5 °dH unter dem Durchschnitt (21,6 °dH).

Thale
16,6
Sachsen-Anhalt
21,6

Vergleich mit Deutschland

Thale liegt mit 16,6 °dH 1,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Thale
16,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Blankenburg (Harz) 14,1 °dH mittel
Quedlinburg, Welterbestadt 16 °dH hart
Ballenstedt 21,1 °dH hart
Harzgerode 21,8 °dH hart
Harsleben / Harschlewe 14,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Thale

Thale liegt bei 16,6 °dH deutlich über dem Sachsen-Anhalt-Durchschnitt vieler Regionen und auch spürbar über dem weicheren Wasser aus dem Harzvorland. Der Grund sitzt direkt unter der Stadt: Der Untergrund am Nordrand des Harzes ist von Kalk- und Dolomitgesteinen, Schichten aus dem Devon und Karbon sowie von verkarsteten Zonen geprägt. Regenwasser sickert dort nicht nur kurz ein, sondern löst auf seinem Weg Mineralien aus dem Gestein, vor allem Calcium und Magnesium. Hinzu kommt die Lage im Bodetal, wo die Bode aus den Harzhochlagen kommend durch widerständige Gesteinszüge schneidet und das Wasser aus Einzugsgebieten mit mineralreichen Böden und Felsuntergrund speist. Deshalb ist das Wasser in Thale härter als in Orten mit stärker sandigen, lockeren oder granitreichen Einzugsgebieten. Konkreter kommt das Trinkwasser im Stadtgebiet von Thale über das Netz des Wasser- und Abwasserzweckverbandes Holtemme-Bode, der die Versorgung im Harzraum organisiert und das Wasser aus regionalen Gewinnungsanlagen in der Umgebung bezieht. Dazu zählen Tiefbrunnen, Quellfassungen und Verbundleitungen aus dem Harzvorland und aus den wasserreichen Randlagen des Mittelgebirges. Diese Mischung ist geologisch deutlich mineralischer als viele Wasserquellen in Sachsen-Anhalt außerhalb des Harzes, die stärker von weichen Sand- und Lockersedimenten geprägt sind. Deshalb liegt Thale nicht im weichen Bereich, der in manchen Nachbarorten der Bode oder in flacheren Teilen des Landkreises Harz vorkommt, sondern im harten Segment. Der Unterschied zu Nachbarorten wie Quedlinburg, Blankenburg, Treseburg oder den höher gelegenen Harzorten zeigt sich vor allem in der Herkunft der Rohwässer. Während tiefer im Harz oder in Quellgebieten mit Granit und Schiefer teils weichere, frische Quellwässer gefördert werden, bringt Thale wegen seiner Kalk- und Dolomitprägung einen merklich höheren Mineralgehalt mit. Gegenüber dem Landesbild von Sachsen-Anhalt, das vielerorts von eher mittelhartem bis weicherem Wasser bestimmt wird, steht Thale damit klar am härteren Ende. Die Nähe zur Bode und die geologische Kante am Harzrand formen also nicht nur das Tal, sondern auch das Wasser aus dem Hahn.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung Ostharz

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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