Wasserhärte in Uckerfelde

PLZ 17291 · Uckermark, Brandenburg

20,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Ostuckermärkische Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (ZOWA)

Website

Praktische Tipps bei 20,9 °dH

Spülmaschine

Bei 20,9 °dH in Uckerfelde: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Uckerfelde liegt mit 20,9 °dH 4,5 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Uckerfelde
20,9
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Uckerfelde liegt mit 20,9 °dH 6,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Uckerfelde
20,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Gramzow 19 °dH hart
Zichow 24 °dH hart
Grünow 19 °dH hart
Oberuckersee 21,7 °dH hart
Randowtal 20,1 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Uckerfelde

Uckerfelde liegt mit 20,9 °dH deutlich über vielen Orten der Uckermark und spürbar über dem brandenburgischen Durchschnitt. Der Unterschied kommt nicht von einem einzelnen Brunnen, sondern von der Geologie unter der Norduckermark: eiszeitliche Sande, Geschiebemergel und kalkhaltige Ablagerungen aus dem Grundmoränenland geben dem Grundwasser viel Calcium und Magnesium mit auf den Weg. Zwischen Angermünde, Schwedt und Prenzlau prägen alte Rinnen, flache Niederungen und Grundwasserleiter aus der Eiszeit die Qualität. Wo Wasser länger durch solche Schichten sickert, löst es mehr Mineralien. Darum fällt Uckerfelde härter aus als manche Nachbarorte auf sandigeren, nährstoffärmeren Flächen. Die Uckerseen und die Niederungen der Ucker wirken dabei nicht als direkte Trinkwasserquelle, aber als Teil eines Landschaftsraums, in dem sich das Grundwasser langsam bewegt und mineralisch anreichert. Das Trinkwasser kommt aus kommunalen Grundwasserbrunnen im Versorgungsgebiet der Nord-Uckermark und wird über das Netz des Zweckverbands Ostuckermärkische Wasserversorgung und Abwasserbehandlung geliefert. Zuständig ist damit der regionale Verbund, der die Orte im Raum Prenzlau und Uckerfelde aus Tiefbrunnen speist und das Wasser in Aufbereitungsanlagen aufbereitet, bevor es in die Haushalte gelangt. Talsperren spielen hier keine Rolle. Entscheidend sind die gefassten Grundwasservorkommen, die aus den eiszeitlichen Schichten gespeist werden und je nach Brunnenstandort unterschiedlich viel Härte mitbringen. Gerade diese regionale Brunnenstruktur macht das Wasser vor Ort verlässlich, aber mineralisch deutlich kräftiger als in Teilen Brandenburgs mit weicheren, stärker sandgeprägten Vorkommen. Im Vergleich zu den Nachbarorten zeigt sich Uckerfelde damit auf der harten Seite der Uckermark. Richtung Schwedt und weiter in die breiten Niederungen der Oder sind die Wasserwerte teils ähnlich mineralreich, doch in vielen kleineren Orten des Landes mit lockeren Sanderflächen liegen die Härtegrade niedriger. Brandenburg insgesamt ist stark vom Grundwasser geprägt, aber die Uckermark hat vielerorts mehr kalkführende Schichten als die südlichen Landesteile. Uckerfelde steht deshalb für ein Wasser, das aus der eiszeitlichen Landschaft der Nordostmark kommt: tief im Boden gefiltert, mineralreich und klar geprägt von den geologischen Schichten zwischen Ucker, Grundmoräne und den weiten Sandflächen des Landkreises Uckermark.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Ostuckermärkische Wasserversorgung und Abwasserbehandlung (ZOWA)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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