Wasserhärte in Velen

PLZ 46342 · Borken, Nordrhein-Westfalen

15,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH

Website

Praktische Tipps bei 15,7 °dH

Spülmaschine

Bei 15,7 °dH in Velen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Velen liegt mit 15,7 °dH 1,3 °dH über dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Velen
15,7
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Velen liegt mit 15,7 °dH 1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Velen
15,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Gescher, Glockenstadt 17,2 °dH hart
Reken 13,4 °dH mittel
Heiden 16,1 °dH hart
Borken 16,1 °dH hart
Südlohn 15 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Velen

Die Stadtwerke Velen beziehen das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Velen, das im Versorgungsgebiet der regionalen Wassergewinnung im westlichen Münsterland liegt. Dort wird Grundwasser aus tiefen Sand- und Kiespaketen gefördert, die von den eiszeitlich geprägten Ablagerungen der Issel- und Weser-Eiszeit geformt wurden. Diese Schichten speichern Wasser gut, geben aber wenig natürliche Entkalkung her. Auf dem Weg durch den Untergrund nimmt das Wasser daher reichlich Calcium und Magnesium auf. Genau daraus entsteht in Velen der Härtewert von 15,7 °dH. Das Umfeld aus sandigen Deckschichten, schwach kalkhaltigen Böden und den niederrheinisch-westfälischen Niederungen sorgt dafür, dass das Wasser härter ausfällt als in vielen Orten des nördlichen Münsterlands, wo einzelne Versorger Mischwasser mit weicheren Anteilen aus anderen Gewinnungsgebieten einsetzen. Velen liegt zwischen Ramsdorf, Borken, Coesfeld und Südlohn in einer Landschaft ohne große Talsperren und ohne alpine Fernwasserzufuhr. Das Wasser kommt nicht aus einem Stausee, sondern aus örtlich erschlossenen Brunnenfeldern, die an die lokalen Grundwasserleiter der Baumberge-Vorzone und des westmünsterländischen Sandlandes angeschlossen sind. Die Nähe zur Bocholter Aa und zu den flachen Niederungen des Flusses prägt den Untergrund nur indirekt, denn entscheidend sind hier die mächtigen quartären Sande und Kiese unter der Oberfläche. Diese Schichten wirken als Speicher, nicht als Kalkfilter. Darum ist das Trinkwasser in Velen mineralischer und deutlich härter als in vielen Teilen des Ruhrgebiets, wo aufbereitetes Mischwasser aus Ruhrtal, Talsperren und Grundwasser oft weichere Werte erreicht. Auch gegenüber Nachbarorten im Kreis Borken bleibt Velen mit 15,7 °dH im oberen Bereich, obwohl die Region insgesamt schon eher mittlere bis harte Werte kennt. Der Unterschied zeigt sich im direkten Vergleich zum restlichen Nordrhein-Westfalen besonders klar. In Köln, Düsseldorf oder entlang der Ruhr kommen oft deutlich weichere Mischungen an, weil Oberflächenwasser oder aufbereitetes Flusswasser eine andere Mineralik hat. Velen steht dagegen für reines Grundwasser aus regionalen Brunnen, geprägt von den Böden des westlichen Münsterlands und ohne großen Ausgleich durch weiche Fernwasseranteile. Der Landkreis Borken liegt hydrogeologisch in einem Übergangsraum zwischen den eher kalkarmen Sandlandschaften und den kalkreicheren Zonen Richtung Münsterlandrand. Genau dort setzt Velen an. Das Ergebnis ist ein Wasser, das aus lokaler Tiefe kommt, von den geologischen Schichten vor Ort bestimmt wird und sich klar von den weicheren Versorgungen vieler Großstädte im Land abhebt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: RWW Rheinisch-Westfälische Wasserwerksgesellschaft mbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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