Wasserhärte in Wasserlosen

PLZ 97535 · Schweinfurt, Bayern

21,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 21,5 °dH

Spülmaschine

Bei 21,5 °dH in Wasserlosen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Wasserlosen liegt mit 21,5 °dH 4,2 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Wasserlosen
21,5
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Wasserlosen liegt mit 21,5 °dH 6,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wasserlosen
21,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sulzthal 20,4 °dH hart
Euerdorf 19,7 °dH hart
Ramsthal 20,4 °dH hart
Elfershausen 18,6 °dH hart
Fuchsstadt 19,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wasserlosen

Unter Wasserlosen liegt kein junges Moor und kein lockerer Flusssand, sondern der harte Untergrund des fränkischen Triaslands. Sandsteine, Mergel und Kalkschichten aus Buntsandstein, Muschelkalk und Keuper prägen den Untergrund, dazu Löss und lehmige Deckschichten aus der Eiszeit, die an den Hängen abgelagert wurden. Regenwasser sickert durch diese Gesteine und nimmt auf dem Weg Calcium- und Magnesiumsalze mit. Genau daraus wächst die hohe Wasserhärte von 21,5 °dH. Das Umland der Schweinfurter Rhönvorstufe speist keine weichen Moorwässer, sondern ein Grundwasser, das seit Jahrtausenden durch kalkige und mergelige Schichten wandert. Auch die Täler kleiner Bäche und die Nähe zur fränkischen Saale und ihren Nebengebieten ändern daran wenig. Sie führen Wasser ab, sie verdünnen es aber nicht mit weich gelösten Gesteinen wie in Granit- oder Sandsteinlagen weiter nördlich. Wasserlosen liegt damit deutlich auf der harten Seite, während Orte mit mehr Sandsteinanteil oder stärkerem Einfluss von Oberflächenwasser in Bayern oft weichere Werte zeigen. Die Versorgung läuft über das örtliche Netz des Zweckverbands zur Wasserversorgung der Rhön-Maintalgruppe. Das Trinkwasser stammt aus eigenen Grundwasserbrunnen und Quellen im Verbandsgebiet, gefasst und über Pumpwerke sowie Hochbehälter in die Ortsteile geleitet. Wasserlosen hängt damit an einem regionalen System, das nicht aus einer großen Talsperre gespeist wird, sondern auf heimische Brunnen in den wasserführenden Schichten der Muschelkalk- und Keuperlandschaft setzt. Diese Herkunft ist der Schlüssel zur Härte. Das Wasser kommt nicht als weiches Fernwasser aus den Alpen, wie es in Teilen Bayerns üblich ist, sondern aus Schichten, die reich an gelösten Mineralien sind. Darum liegt Wasserlosen deutlich über Orten am Rand des Spessarts oder in Oberbayern, wo Quell- und Fernwasser oft viel weicher ausfallen. Auch innerhalb des Landkreises Schweinfurt zeigt sich der Unterschied: Orte in stärker verkarsteten Kalkgebieten melden häufig ähnliche, teils noch höhere Werte, während Standorte mit mehr sandigen Deckschichten etwas darunter liegen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Rhön-Maintal-Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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