Wasserhärte in Werder (Havel)

PLZ 14542 · Potsdam-Mittelmark, Brandenburg

18,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasser- und Abwasserzweckverband Werder-Havelland (WAZV)

Website

Praktische Tipps bei 18,6 °dH

Spülmaschine

Bei 18,6 °dH in Werder (Havel): Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Werder (Havel) liegt mit 18,6 °dH 2,2 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Werder (Havel)
18,6
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Werder (Havel) liegt mit 18,6 °dH 3,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Werder (Havel)
18,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Schwielowsee 18 °dH hart
Potsdam 16,4 °dH hart
Michendorf 18,4 °dH hart
Groß Kreutz (Havel) 17,3 °dH hart
Seddiner See 19 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Werder (Havel)

Zwischen Havel, Glindower See und den sandigen Höhenzügen des Havellandes liegt Werder auf einem Untergrund, der Wasser eher durchlässt als festhält. Unter den lockeren Sanden und Kiesen der Urstromtal-Landschaft liegen ältere eiszeitliche Schichten mit kalkhaltigen Bestandteilen, aus denen das Grundwasser Mineralien löst. Dazu kommen die Flussnähe und die vielen Niederungen der Havelauen: Sie speisen den Grundwasserkörper fortlaufend, doch unterwegs nimmt das Wasser auf seinem langen Weg durch die Gesteine viel Calcium und Magnesium mit. So entsteht ein hartes Trinkwasser mit 18,6 °dH, das typisch für den südwestlichen Berliner Raum ist, in Werder aber durch die Mischung aus Talboden, Seenkette und eiszeitlichen Ablagerungen besonders deutlich ausfällt. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem einzelnen Brunnen am Ort, sondern aus dem Netz des Wasser- und Abwasserzweckverbands Havelland. Er versorgt Werder aus seinen regionalen Wasserwerken und Grundwasserbrunnen im Verbandsgebiet, die das Uferfiltrat und das anstehende Grundwasser der Havelniederung nutzen. Dieses Wasser wird nach der Förderung aufbereitet und über das Leitungsnetz in die Ortsteile und Wohngebiete von Werder verteilt. Die Versorgung hängt damit direkt an den örtlichen Sand- und Kieskörpern, die das Wasser zwar reichlich nachliefern, ihm aber auch den hohen Härtegrad mitgeben. Oberflächenwasser aus Havel oder Seen ist dabei nicht die Trinkwasserquelle, sondern der unterirdische Speicher, der von der Flusslandschaft ständig neu gespeist wird. Im Vergleich zu Nachbarorten zeigt sich der Standort klar. Potsdam und die Orte entlang der Havel liegen ebenfalls auf eiszeitlichen Sanden, doch die Härte schwankt dort je nach Einzugsgebiet und Wasserwerk teils etwas anders. Richtung Fläming und in vielen Teilen Brandenburgs ist das Trinkwasser häufig weicher, weil dort andere Grundwasserleiter und geringere Kalkanteile prägen. Werder steht dagegen in einer Zone, in der Havel, Glindower See, Paretzer Scheune und die Hügelränder des Ländchens Glindow zusammenwirken und das Grundwasser mit Mineralstoffen anreichern. Darum fällt das Wasser hier nicht nur hart aus, sondern auch auffallend ortsgebunden: Es trägt die Handschrift einer Fluss- und Seenlandschaft, die das Wasser erst sammelt, dann unterirdisch reift und schließlich als fest mineralisiertes Trinkwasser an die Häuser gibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasserzweckverband Werder-Havelland (WAZV)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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