Wasserhärte in Wieck a. Darß

PLZ 18375 · Vorpommern-Rügen, Mecklenburg-Vorpommern

21,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung – Festland Randow

Website

Praktische Tipps bei 21,4 °dH

Spülmaschine

Bei 21,4 °dH in Wieck a. Darß: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Wieck a. Darß liegt mit 21,4 °dH 3,6 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Wieck a. Darß
21,4
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Wieck a. Darß liegt mit 21,4 °dH 6,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wieck a. Darß
21,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Prerow, Ostseebad 21,4 °dH hart
Born a. Darß, Seebad 21,4 °dH hart
Fuhlendorf 21,4 °dH hart
Zingst, Ostseeheilbad 21,4 °dH hart
Pruchten 22,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wieck a. Darß

Zwischen Bodden, Schilfgürteln und den flachen Sandrücken der Darßer Halbinsel liegt Wieck a. Darß auf einem Untergrund, der Wasser kaum lange festhält. Die Umgebung wird von jungen Dünensanden, lehmarmen Ablagerungen und Moorflächen geprägt; feste Kalk- oder Kreideschichten fehlen hier fast völlig. Gerade deshalb stammt das Trinkwasser nicht aus örtlichen Quellen oder einem kleinen Bach, sondern aus dem großräumigen Grundwasser des Festlands von Vorpommern-Rügen. Auf dem Weg durch sandige Schichten nimmt es Mineralien auf, besonders Calcium und Magnesium, und kommt so mit einem Härtewert von 21,4 °dH als hartes Wasser an. Die Nähe zu Bodden und Ostsee sorgt zwar für viel Feuchtigkeit in der Landschaft, hebt den Härtewert aber nicht direkt an, weil das Trinkwasser aus geschützten Grundwasserleitern gewonnen wird und nicht aus dem salzigen Küstenwasser. Die Versorgung von Wieck a. Darß läuft über den regionalen Zweckverband, der die Halbinsel mit Wasser aus tiefen Brunnen im Festlandgebiet speist. Dort liegen die Förderbrunnen in Sand- und Kieshorizonten, die unter der dünnen Deckschicht aus Torf und Geschiebesanden verborgen sind. Diese Schichten filtern das Wasser natürlich, geben ihm aber auch die typische Härte des nordostdeutschen Grundwassers mit. Auf dem Darß selbst gibt es keine Talsperren und keine größeren Fließgewässer als Trinkwasserreserve; der Ort ist auf diese Grundwasserfassung vom Festland angewiesen. Der Unterschied zu vielen Orten im Landesteil ist deutlich: In Mecklenburg-Vorpommern schwankt die Wasserhärte je nach Untergrund stark, von weicheren Wässern in Moor- und Sandgebieten bis zu deutlich härteren Werten dort, wo kalkhaltigere Sedimente oder mineralreichere Grundwasserleiter anstehen. Wieck liegt klar auf der harten Seite dieser Skala. Auch im direkten Vergleich mit den Nachbarn zeigt sich das Bild scharf. Prerow, Ahrenshoop und Born teilen die gleiche Küstenlage und den gleichen sandigen Untergrund, doch die Versorgung bleibt von den Festlandbrunnen abhängig, nicht von lokalen Oberflächengewässern. Der harte Wert von 21,4 °dH ist deshalb kein Zufall, sondern Ausdruck der langen Wasserwege durch mineralhaltige Schichten zwischen den Gewinnungsgebieten und der Halbinsel. Wer hier aus dem Hahn trinkt, bekommt ein Produkt der Darßlandschaft und des Vorpommerner Festlands zugleich: küstennah geliefert, aber geologisch weit entfernt entstanden.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserbeseitigung – Festland Randow

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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