Wasserhärte in Wittenberge

PLZ 19322 · Prignitz, Brandenburg

14,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Wittenberge GmbH

Website

Praktische Tipps bei 14,4 °dH

Spülmaschine

Bei 14,4 °dH in Wittenberge: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Wittenberge liegt mit 14,4 °dH 2 °dH unter dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Wittenberge
14,4
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Wittenberge liegt mit 14,4 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wittenberge
14,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Breese 14,4 °dH hart
Weisen 15,4 °dH hart
Cumlosen 14,6 °dH hart
Aland 17,7 °dH hart
Seehausen (Altmark) 15,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wittenberge

Die Prignitz gehört zu den glazial geprägten Landschaften Nordwest-Brandenburgs. Sandige Deckschichten, eiszeitliche Schmelzwassersande und darunter liegende, teils kalk- und mineralhaltige Sedimente bestimmen hier die Wasserchemie. Zwischen Elbe, Stepenitz und den Niederungen der Gräben und Auen lagern sich in den Böden Stoffe ab, die das Grundwasser auf seinem Weg durch den Untergrund mit Calcium und Magnesium anreichern. Wittenberge liegt an der Elbe auf diesem geologisch jungen Untergrund. Genau deshalb erreicht das Trinkwasser hier einen Härtewert von 14,4 °dH. Es ist hart, weil es aus Grundwasser stammt, das durch die mineralreichen Sande und Lockersedimente der Region fließt und dabei mehr gelöste Härtebildner aufnimmt als in den weicheren Sandgebieten weiter östlich Brandenburgs. Das Wasser für Wittenberge kommt aus den Grundwasserfassungen des lokalen Versorgers Stadtwerke Wittenberge GmbH. Gewinnungsbrunnen im Umfeld der Stadt speisen die Aufbereitung, bevor das Wasser ins Netz gelangt. Eine Talsperre spielt hier keine Rolle, auch keine Fernwasserleitung aus dem Harz oder aus Sachsen. Die Elbe prägt die Landschaft, liefert aber kein Trinkwasser direkt; sie beeinflusst vielmehr den Grundwasserstand und die Mächtigkeit der alluvialen Schichten am Flussufer. Gerade diese Nähe zum Strom und zu den feinkörnigen Auenablagerungen sorgt dafür, dass das Wasser nicht zu den weichen Vertretern im Land gehört, sondern deutlich mehr Härte mitbringt als in vielen Orten der Märkischen Streusandbüchse. Im Vergleich zu Nachbarorten fällt Wittenberge damit klar auf. Vieles in Brandenburg, besonders in sandigen Hochflächen und dünn besiedelten Waldgebieten, liegt eher im weichen bis mittleren Bereich. Richtung Perleberg, Bad Wilsnack oder entlang anderer Elbniederungen bleibt das Wasser oft ebenfalls grundwassergeprägt, doch die lokale Mischung aus Flussnähe, eiszeitlichen Ablagerungen und mineralischem Untergrund kann die Härte spürbar nach oben ziehen. Wittenberge steht damit für ein typisches, aber nicht überall gleiches Prignitzer Profil: kein Quellwasser aus dem Gebirge, kein weiches Oberflächenwasser, sondern ein regionales Grundwasser mit deutlichem Kalk- und Magnesiumanteil, geformt von der Elblandschaft und den eiszeitlichen Sedimenten des Nordwestens von Brandenburg.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Wittenberge GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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