Wasserhärte in Wörthsee

PLZ 82237 · Starnberg, Bayern

18,6 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Ammerseewerke gKU

Website

Praktische Tipps bei 18,6 °dH

Spülmaschine

Bei 18,6 °dH in Wörthsee: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Wörthsee liegt mit 18,6 °dH 1,3 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Wörthsee
18,6
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Wörthsee liegt mit 18,6 °dH 3,9 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wörthsee
18,6
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Inning a.Ammersee 18,5 °dH hart
Weßling 19,6 °dH hart
Seefeld 18,5 °dH hart
Grafrath 18,2 °dH hart
Eching am Ammersee 18,4 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wörthsee

Unter Wörthsee liegt ein eiszeitlich geprägter Untergrund aus Moränenmaterial, Schotter und sandigen Lagen, dazu kommen kalkreiche Geschiebe aus den Alpen, die die Gletscher der Würmeiszeit hier abgelagert haben. Diese Schichten sind kein reines Kalkgestein, aber sie sind voller karbonatischer Bestandteile, die das Wasser auf seinem Weg durch den Untergrund mit Calcium und Magnesium anreichern. Hinzu kommt, dass der Landkreis Starnberg auf einem Grundwasserleiter liegt, der vom würmzeitlichen Schotter der Münchner Schotterebene und von kleinen Zuflüssen aus dem Ammerseegebiet beeinflusst wird. So entsteht die Härte von 18,6 °dH: nicht durch einen einzelnen Stein, sondern durch das Zusammenspiel aus kalkhaltigen Moränen, Schotter und dem langsamen Sickern durch mineralreiche Böden im Fünfseenland. Der See selbst und die umliegenden Feuchtflächen ändern daran wenig, weil sie das Wasser nicht enthärten, sondern nur den lokalen Kreislauf begleiten. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus dem Verbund des Ammerseewerks mit der Gemeinde Wörthsee. Zuständig ist die Ammerseewerke gKU; das Wasser wird aus Grundwasserfassungen im Umland des Ammersees gewonnen und über das Netz in den Ort verteilt. Diese Fassungslage ist typisch für das westliche Fünfseenland, wo der Untergrund genug Durchlässigkeit besitzt, um ergiebige Brunnen zu speisen. Der Unterschied zu Orten mit reinen Alpenvorlandquellen liegt im längeren Kontakt mit Kalk und Schotter. Darum fällt Wörthsee deutlich härter aus als viele bayerische Regionen mit weichem Quellwasser aus dem Voralpenland oder aus Hochlagen. Gegenüber Nachbarorten wie Inning am Ammersee, Seefeld oder Herrsching bleibt das Wasser im gleichen geologischen Rahmen, doch im Vergleich zu nordbayerischen Gebieten mit Buntsandstein oder zu alpinen Quellorten ist es klar mineralischer und spürbar kalkreicher. Wörthsee steht damit exemplarisch für das westliche Starnberger Land: Seen, Moränenzüge und Schotterflächen prägen den Untergrund, nicht ein einzelnes Flusssystem. Der nahe Ammersee, die eiszeitlichen Ablagerungen und die kalkreichen Geschiebe der Gletscher bestimmen den Wassercharakter stärker als Oberflächengewässer. Wer hier den Wasserhärtewert liest, liest auch ein Stück Eiszeitgeschichte des Landkreises Starnberg. Die Region liefert kein besonders weiches, sondern ein kräftig mineralisiertes Trinkwasser, das aus dem geologischen Gedächtnis der letzten Eiszeit stammt und im Ortsnetz von Wörthsee ankommt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Ammerseewerke gKU

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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