Wasserhärte in Wrangelsburg

PLZ 17495 · Vorpommern-Greifswald, Mecklenburg-Vorpommern

19 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserwerke Greifswald GmbH

Website

Praktische Tipps bei 19 °dH

Spülmaschine

Bei 19 °dH in Wrangelsburg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Mecklenburg-Vorpommern

Wrangelsburg liegt mit 19 °dH 1,2 °dH über dem Durchschnitt (17,8 °dH).

Wrangelsburg
19
Mecklenburg-Vor...
17,8

Vergleich mit Deutschland

Wrangelsburg liegt mit 19 °dH 4,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wrangelsburg
19
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Karlsburg 19,1 °dH hart
Züssow 19 °dH hart
Hanshagen 19,1 °dH hart
Neu Boltenhagen 18,9 °dH hart
Katzow 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wrangelsburg

Unter Wrangelsburg liegt kein gewachsener Kalkstock, sondern das junge eiszeitliche Relief Vorpommerns. Der Untergrund besteht aus Grundmoränenmaterial, Sanden, Geschiebemergel und eingestreuten Kalkgeröllen, die die Weichseleiszeit hier abgelagert hat. Schmelzwasser strich damals durch Senken und Tälchen Richtung Peene und Swinebecken, sortierte feine Sande aus und ließ in den höher liegenden Partien den mergeligen, kalkhaltigen Geschiebemix zurück. Genau daraus erklärt sich die Härte von 19 °dH: Regenwasser sickert durch kalk- und dolomitführende Schichten, löst Calcium und Magnesium aus den Moränenablagerungen und sammelt sich im Grundwasser. In einem Gebiet mit Endmoränenzügen, lehmigen Ackerböden und sandigen Niederungen bleibt das Wasser deshalb deutlich mineralreicher als in reinen Sandlandschaften der Küste, aber auch unter dem Niveau vieler stark kalkgeprägter Regionen weiter südlich. Das Trinkwasser kommt hier aus dem regionalen Grundwasserverbund der Wasserversorgung Vorpommern. Genutzt werden gefasste Tiefbrunnen im Raum Greifswald und im Einzugsgebiet der Anklamer und Usedomer Vorpommern, von wo aus das Wasser über das Leitungsnetz in die Ortsteile des Landkreises Vorpommern-Greifswald verteilt wird. Wrangelsburg hängt damit nicht an einem Fluss oder an einer Talsperre, sondern an tiefen, geschützten Brunnen in eiszeitlichen Sand- und Kiespaketen. Diese Brunnen fördern Wasser aus Schichten, die über lange Zeit durch die Moräne gefiltert wurden, aber die kalkigen Bestandteile der Geschiebedecke nicht völlig verlieren. Der Versorger ist die Wasserwerke Greifswald GmbH, die das Netz in der Region speist und den Ort an die zentrale Versorgung des nördlichen Vorpommerns anschließt. Der Unterschied zu den Nachbarorten ist deutlich. An der Küste und in manchen sehr sandigen Teilen Vorpommerns fällt die Härte oft niedriger aus, weil dort weniger kalkhaltiges Geschiebematerial im Untergrund steckt. Im Hinterland von Wrangelsburg, zwischen Züssow, Neu Boltenhagen und den Flächen Richtung Peene, trifft das Wasser stärker auf mergelige und kalkige Eiszeitablagerungen. Mecklenburg-Vorpommern insgesamt zeigt ein breites Spektrum: von weicheren Wässern in reinen Sandgebieten bis zu härteren Werten in Regionen mit stärkerem Moränen- und Kreideeinfluss. Wrangelsburg liegt klar auf der härteren Seite dieses Spektrums. Der Ort bezieht sein Wasser aus dem gleichen nordvorpommerschen Grundwassersystem wie viele Nachbarn, doch der geologische Untergrund vor Ort gibt ihm die markant mineralische Handschrift.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserwerke Greifswald GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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