Wasserhärte in Wustermark

PLZ 14641 · Havelland, Brandenburg

22 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasser- und Abwasserverband "Havelland"

Website

Praktische Tipps bei 22 °dH

Spülmaschine

Bei 22 °dH in Wustermark: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Wustermark liegt mit 22 °dH 5,6 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Wustermark
22
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Wustermark liegt mit 22 °dH 7,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Wustermark
22
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Brieselang 17 °dH hart
Nauen 18,7 °dH hart
Dallgow-Döberitz 18 °dH hart
Ketzin/Havel 18,7 °dH hart
Falkensee 18 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Wustermark

Das Havelland ist eine junge Landschaft aus Eiszeit, Sand und Schmelzwasser. Der Boden um Wustermark besteht vor allem aus sandigen Ablagerungen, die das Wasser rasch versickern lassen. Darunter liegen glaziale Schichten aus Geschiebemergel und kiesigen Lagen, die das Grundwasser prägen. Nördlich und westlich bestimmen die Niederungen von Havel, Brieselanger Forst und den feuchten Randbereichen Richtung Nauen das Bild. Diese geologische Mischung sorgt dafür, dass das Grundwasser viele gelöste Mineralien aus den tieferen Schichten aufnimmt. Der Härtewert von 22 °dH passt zu einem Ort, dessen Trinkwasser nicht aus weichem Oberflächenwasser, sondern aus mineralreichen Grundwasserleitern stammt. Die umliegenden Flussauen und die eiszeitlichen Sander des Havellands liefern die Erklärung für den kräftigen Kalkgehalt, der in Wustermark deutlich über dem brandenburgischen Mittel liegt. Das Trinkwasser kommt hier aus dem Netz des Wasser- und Abwasserverbands Havelland. Versorgt werden die Ortsteile über regionale Wasserwerke und Tiefbrunnen des Verbands, die Grundwasser aus den geschützten Speicherhorizonten des Havellands fördern. Dieses Wasser wird aufbereitet, überwacht und über das Leitungsnetz bis nach Wustermark, Elstal, Buchow-Karpzow, Hoppenrade und Dyrotz verteilt. Anders als Orte mit Uferfiltration an Spree oder Havel hängt Wustermark nicht an einem großen Fluss, sondern an seinem eigenen Grundwasservorkommen. Genau daraus entsteht der harte Charakter des Wassers. Die Förderung aus tiefen Brunnen in den sandig-kiesigen Niederungen bringt mehr Calcium und Magnesium ins Netz als in vielen anderen Teilen des Landes. Im Vergleich zu Nachbarorten fällt Wustermark dadurch klar auf. Nauen und Brieselang liegen zwar ebenfalls im Havelland, doch die örtlichen Wasserwerte können je nach Brunnenfeld und Netzgebiet abweichen. Gegenüber weiten Teilen Brandenburgs mit mittelhartem oder nur mäßig hartem Wasser gehört Wustermark zu den deutlich härteren Standorten. Das passt zu einer Gegend, die geologisch von Endmoränen, Sanderflächen und alten Urstromtalresten geprägt ist. Die Landschaft rund um das Olympische Dorf Elstal, die offenen Felder bis nach Paaren im Glien und die trockenen, durchlässigen Böden rund um Wustermark zeigen denselben Ursprung. Hier bestimmt die Eiszeit noch immer, was aus dem Hahn kommt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasserverband "Havelland"

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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