Wasserhärte in Altenburg

PLZ 04600 · Altenburger Land, Thüringen

20,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH (Ewa Altenburg)

Website

Praktische Tipps bei 20,2 °dH

Spülmaschine

Bei 20,2 °dH in Altenburg: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Altenburg liegt mit 20,2 °dH 0,7 °dH unter dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Altenburg
20,2
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Altenburg liegt mit 20,2 °dH 5,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Altenburg
20,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Nobitz 21 °dH hart
Windischleuba 13 °dH mittel
Lödla 13 °dH mittel
Gerstenberg 22,3 °dH hart
Göhren 20,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Altenburg

Die Stadtwerke Altenburg GmbH speisen das Trinkwasser für Altenburg aus dem regionalen Netz des Zweckverbands Wasser/Abwasser, der im Altenburger Land große Teile der Versorgung über Grundwasser aus dem Pleiße-Becken und aus den wasserreichen Niederungen zwischen Altenburg, Nobitz und der Tälerzone an der Sprotte absichert. Hinzu kommt Wasser aus geschützten Brunnenfeldern im Landkreis, deren Förderstellen in den tiefen Schotter- und Sandlagen des nordöstlichen Thüringer Beckens liegen. Dort wird Wasser gefasst, das durch Kalk- und Tonlagen, aber auch durch mergelige Sedimente und eiszeitliche Ablagerungen gelaufen ist. Genau diese Gesteinsfolge prägt den hohen Wert von 20,2 °dH. Das Wasser nimmt unterwegs Calcium und Magnesium auf, weil es im Untergrund lange mit karbonathaltigen Schichten in Kontakt steht. Altenburg liegt damit in einem Gebiet, das geologisch stärker mineralisiert ist als viele Orte im Thüringer Wald oder im Schiefergebirge, wo Quellwasser oft deutlich weicher aus dem Fels austritt. Der Härtegrad passt auch zur Landschaft zwischen Pleiße, Sprotte und den flachen Höhen des Altenburger Landes. Diese Region ist keine reine Quelllandschaft, sondern ein von Löss, Lehm und verkarsteten Ablagerungen geprägter Beckenraum. Das Grundwasser sammelt sich hier in mächtigen Lockersedimenten, wird durch landwirtschaftlich genutzte Ebenen und alte Flussterrassen gespeist und fließt langsam durch kalkhaltige Horizonte. Dadurch entsteht ein hartes Trinkwasser, das sich klar von den Nachbarräumen absetzt. In Gera und im Weimarer Umland liegen die Werte vielerorts niedriger, weil dort andere Grundwasserleiter oder Mischungen dominieren. Altenburg steht näher an den mineralreichen Beckenlagen des Ostthüringer Raums als an den weicheren Quellgebieten des Thüringer Waldes. Auch gegenüber Orten mit direkter Talsperrenversorgung, etwa in Teilen der Mittelgebirge, bleibt der Unterschied deutlich. Wer in Altenburg den Hahn aufdreht, bekommt also kein beliebig austauschbares Regionalwasser, sondern eine Versorgung aus einem eng mit dem Altenburger Land verbundenen Verbund aus Brunnen, Grundwasserfassungen und örtlicher Aufbereitung. Die Lage zwischen Pleiße, Sprotte und den Niederungen Richtung Schmölln und Nobitz erklärt die Härte ebenso wie die Geologie unter der Stadt. Der Wert von 20,2 °dH ist deshalb ein echtes Zeichen des Standorts: hartes Wasser aus einem kalk- und mineralreichen Becken, nicht aus einem reinen Mittelgebirgsquellgebiet. Gerade dieser Kontrast macht Altenburg typisch für den Nordosten Thüringens und unterscheidet die Stadt klar von vielen weicheren Versorgungsräumen des Landes.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Energie- und Wasserversorgung Altenburg GmbH (Ewa Altenburg)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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