Wasserhärte in Andernach

PLZ 56626 · Mayen-Koblenz, Rheinland-Pfalz

15,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Energieversorgung Mittelrhein AG (evm)

Website

Praktische Tipps bei 15,2 °dH

Spülmaschine

Bei 15,2 °dH in Andernach: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Rheinland-Pfalz

Andernach liegt mit 15,2 °dH 1,9 °dH über dem Durchschnitt (13,3 °dH).

Andernach
15,2
Rheinland-Pfalz
13,3

Vergleich mit Deutschland

Andernach liegt mit 15,2 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Andernach
15,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Leutesdorf 14,9 °dH hart
Neuwied 14 °dH mittel
Weißenthurm 14,6 °dH hart
Plaidt 16,6 °dH hart
Hammerstein 12,8 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Andernach

Der Wasserversorger für Andernach ist die Energieversorgung Mittelrhein mit ihrer Tochter evm Wasser. Das Trinkwasser für die Stadt stammt aus dem Verbundsystem am linken Mittelrhein und wird aus Brunnen im Neuwieder Becken sowie aus Quell- und Grundwassergewinnungen im Einzugsgebiet des Maifelds und der Eifel eingespeist. Prägend sind dabei die Anlagen rund um Mayen, Koblenz und das Umland von Mülheim-Kärlich und Plaidt, dazu die Fördergebiete im Raum Andernach selbst. Von dort gelangt das Wasser über Aufbereitung und Leitungsnetz in die Haushalte am Rhein. Der Härtewert von 15,2 °dH hängt mit dem geologischen Untergrund dieser Landschaft zusammen. Zwischen Rhein, Namedyer Kopf, Pellenz und dem Rand der Vulkaneifel liegen Kalk-, Basalt- und Lössschichten nebeneinander, dazu mineralreiches Grundwasser aus den Schottern des Rheintals. Solche Gesteine geben Calcium und Magnesium an das Wasser ab. Das hebt die Härte deutlich an. Andernach sitzt damit in einer Zone, in der Rheinwasser aus natürlichen Uferfiltern, tieferen Grundwasserleitern und vulkanisch geprägten Schichten zusammentrifft. Der Einfluss der Nette und der umliegenden Bachsysteme zeigt sich indirekt ebenfalls, weil sie das Grundwasser im Talraum mitprägen. Das Ergebnis ist ein spürbar härteres Trinkwasser als in vielen anderen Teilen von Rheinland-Pfalz. Der Unterschied zu Nachbarorten ist klar. Richtung Koblenz und im Neuwieder Becken bleiben die Werte oft ebenfalls im harten Bereich, doch in den höher gelegenen Orten der Eifel oder im Hunsrück fallen sie durch andere Gesteine teils niedriger oder schwanken stärker. Gegenüber vielen Regionen der Pfalz, des Westerwalds oder des Hunsrücks liegt Andernach am mineralischen Ende der Skala, weil hier das Rheintal mit seinen kalk- und basaltgeprägten Untergründen dominiert. Genau diese Lage zwischen Fluss, Vulkanland und Becken macht das Wasser der Stadt so charakteristisch: nicht weich wie aus reinen Sandstein- oder Schiefergebieten, sondern deutlich von den Gesteinen des Mittelrheins beeinflusst. Wer in Andernach aus dem Hahn trinkt, bekommt deshalb ein Wasser, das die Geologie der Umgebung unmittelbar mitliefert.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Energieversorgung Mittelrhein AG (evm)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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