Wasserhärte in Arholzen

PLZ 37627 · Holzminden, Niedersachsen

14,4 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Holzminden GmbH

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Praktische Tipps bei 14,4 °dH

Spülmaschine

Bei 14,4 °dH in Arholzen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Niedersachsen

Arholzen liegt mit 14,4 °dH 1,4 °dH über dem Durchschnitt (13 °dH).

Arholzen
14,4
Niedersachsen
13

Vergleich mit Deutschland

Arholzen liegt mit 14,4 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Arholzen
14,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Deensen 14,4 °dH mittel
Negenborn 15,9 °dH hart
Stadtoldendorf 14,8 °dH hart
Golmbach 14,4 °dH mittel
Bevern, Flecken 14,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Arholzen

Unter Arholzen liegt kein junges Lockergestein wie in einer großen Moränenlandschaft, sondern der Untergrund des Sollings und seines Vorlands: Sandsteine, Mergel und Tonsteine aus der Trias, darüber örtlich lehmige Deckschichten aus der Eiszeit. Diese Schichten wurden nicht vom Meer hierher gespült, sondern über sehr lange Zeit aus Ablagerungen gebildet, die später gehoben, zerbrochen und von Bächen und Frost zerarbeitet wurden. Genau dort liegt auch der Grund für den mittleren Härtewert von 14,4 °dH. Regenwasser sickert durch die kalkhaltigen Mergel- und Muschelkalkanteile der Region, löst dabei Calcium und Magnesium und sammelt sich in den Brunnen des Vorlands. In der Umgebung von Holzminden prägen außerdem die Hänge des Sollings, kleine Quellmulden und die Täler von Weser und ihren Nebenbächen das Wasserbild. Wo Sandstein überwiegt, bleibt das Wasser oft weicher, wo Mergel und Kalk näher anstehen, steigt die Härte messbar an. Arholzen liegt damit zwischen beiden Einflüssen und nicht im weichen Extrem des Hochlands und auch nicht im harten Kalkgebiet weiter südlich. Das Trinkwasser für Arholzen stammt aus dem regionalen Versorgungsnetz des Trinkwasserverbands oder Versorgers im Raum Holzminden, gespeist aus Brunnen und Quellgebieten des Landkreises. Entscheidend sind die Grundwasserfassungen im Weserbergland und im Sollingvorland, nicht eine Talsperre aus dem Harz. Das passt zur Lage des Ortes westlich von Holzminden und nahe den Nachbarorten Bevern und Stadtoldendorf: Hier dominiert Grundwasser aus tiefen, geschützten Schichten, das schon auf seinem Weg durch Kalk- und Mergelbänke Mineralien aufnimmt. Gegenüber Orten in Niedersachsen mit sehr sandigen Böden, etwa in den Geestgebieten, ist Arholzen spürbar härter. Gegenüber Orten direkt am Solling, wo Sandstein und Waldwasser stärker prägen, fällt die Härte oft etwas niedriger aus. Der Wert von 14,4 °dH markiert deshalb ein mittleres, regional geprägtes Wasserbild, wie es für das Weserbergland typisch ist: kein reines Kalkwasser, aber auch kein ausgesprochen weiches Mittelgebirgswasser.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Holzminden GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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