Wasserhärte in Niedersachsen
Durchschnittliche Wasserhärte:
13 °dH
Anzeige
Landkreise in Niedersachsen
| Landkreis | Durchschnitt | Bereich |
|---|---|---|
| Ammerland | 10 °dH | mittel |
| Aurich | 5 °dH | weich |
| Braunschweig (kreisfrei) | 2,8 °dH | weich |
| Celle | 7 °dH | weich |
| Cloppenburg | 7,5 °dH | weich |
| Cuxhaven | 7,6 °dH | weich |
| Delmenhorst (kreisfrei) | 8 °dH | weich |
| Diepholz | 14 °dH | mittel |
| Emden (kreisfrei) | — | |
| Emsland | 4 °dH | weich |
| Friesland | 6 °dH | weich |
| Gifhorn | 14,4 °dH | hart |
| Goslar | 17 °dH | hart |
| Grafschaft Bentheim | 21 °dH | hart |
| Göttingen | 9,8 °dH | mittel |
| Hameln-Pyrmont | 20,5 °dH | hart |
| Harburg | 11 °dH | mittel |
| Heidekreis | — | |
| Helmstedt | 24,9 °dH | hart |
| Hildesheim | 16 °dH | hart |
| Holzminden | — | |
| Leer | 5,8 °dH | weich |
| Lüchow-Dannenberg | — | |
| Lüneburg | 7,6 °dH | weich |
| Nienburg (Weser) | 11,5 °dH | mittel |
| Northeim | 10,5 °dH | mittel |
| Oldenburg | — | |
| Oldenburg (Oldb) (kreisfrei) | — | |
| Osnabrück (kreisfrei) | 13,8 °dH | mittel |
| Osnabrück | 17,1 °dH | hart |
| Osterholz | 6 °dH | weich |
| Peine | 7,5 °dH | weich |
| Region Hannover | 9,5 °dH | mittel |
| Rotenburg (Wümme) | 13,1 °dH | mittel |
| Salzgitter (kreisfrei) | — | |
| Schaumburg | 20,7 °dH | hart |
| Stade | 12,3 °dH | mittel |
| Uelzen | — | |
| Vechta | — | |
| Verden | — | |
| Wesermarsch | 7 °dH | weich |
| Wilhelmshaven (kreisfrei) | 5 °dH | weich |
| Wittmund | — | |
| Wolfenbüttel | 9 °dH | mittel |
| Wolfsburg (kreisfrei) | 8 °dH | weich |
Anzeige
Größte Städte in Niedersachsen
Niedersachsen ist ein Land der Extreme, zumindest wenn es ums Trinkwasser geht. Mit einem Landesdurchschnitt von knapp 13 Grad deutscher Härte liegt das Bundesland im unteren Mittelfeld im Bundesvergleich — deutlich unter den Spitzenwerten von Sachsen-Anhalt oder Thüringen, aber auch weicher als Bayern oder Berlin. Das klingt nach Einheitlichkeit, ist es aber nicht. Tatsächlich schwanken die Messwerte im Land zwischen 1,9 und 40 Grad deutscher Härte, eine Spanne, die in Deutschland kaum ein anderes Flächenland erreicht.
Der Grund liegt in der Geologie. Im Norden des Landes, in der Geest und entlang der Küste, prägen mächtige Sandschichten und eiszeitliche Ablagerungen den Untergrund. Wasser, das durch diese Schichten sickert, nimmt kaum Mineralien auf. Die Ergebnisse sind entsprechend: In Teilen des Heidekreises, der Lüneburger Heide und entlang der Aller liegt die Härte teils unter 5 Grad. Wer hier lebt, braucht weder Entkalkungsmittel noch Sorgen um seinen Wasserkocher.
Komplett anders sieht es im Süden aus. Im Harzvorland, rund um Goslar, Salzgitter und Wolfenbüttel, stoßen Grundwasserhorizonte auf kalkhaltige Sedimentgesteine. Hier können Härtewerte von 30 Grad und mehr auftreten. Das Wasser ist so kalkreich, dass Kaffeemaschinen und Warmwassergeräte ohne regelmäßige Entkalkung schnell ihren Dienst quittieren. Die Leine und die Weser entwässern Teile dieser kalkhaltigen Landschaften, während die Ems und die Hunte im Nordwesten eher das weichere Wasser der Tiefebene widerspiegeln.
Ein weiterer Faktor ist die Trinkwassergewinnung selbst. Viele Versorger im Norden schöpfen aus oberflächennahem Grundwasser in den Sandböden der Tiefebene. Im Weser-Bergland und in den südlichen Randlagen greifen Versorger auf tiefere Quellen zurück, die kalkreichere Schichten durchquert haben.
Für Einwohner bedeutet das: Wer in Hannover, Braunschweig oder Wolfsburg wohnt, hat in der Regel mittelhartes Wasser mit Werten um 10 bis 20 Grad. In kleinen Gemeinden der Lüneburger Heide oder im Emsland ist das Wasser oft überraschend weich. Im südöstlichen Niedersachsen, besonders im Harz und seinen Ausläufern, empfiehlt sich dagegen ein Blick auf den aktuellen Härtewert vor dem Kauf eines neuen Haushaltsgeräts.
Anzeige