Wasserhärte in Beilrode

PLZ 04886 · Nordsachsen, Sachsen

15,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Eilenburger Wasser und Abwasser GmbH (EWAG)

Website

Praktische Tipps bei 15,9 °dH

Spülmaschine

Bei 15,9 °dH in Beilrode: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Beilrode liegt mit 15,9 °dH 1,1 °dH über dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Beilrode
15,9
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Beilrode liegt mit 15,9 °dH 1,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Beilrode
15,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Torgau 15,9 °dH hart
Arzberg 16,5 °dH hart
Dreiheide 13,8 °dH mittel
Elsnig 14,9 °dH hart
Falkenberg/Elster 14 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Beilrode

Beilrode liegt beim Trinkwasser spürbar über dem sächsischen Durchschnitt. 15,9 °dH sind für den Norden des Landkreises Nordsachsen ein deutlich härterer Wert als in vielen Orten auf den Sand- und Kiesflächen der Elbaue. Der Grund liegt unter der Erde: Zwischen Elbe, Schwarzer Elster und den Niederungen bei Torgau prägen eiszeitliche Sande, Kieslagen und dazwischen liegende kalkhaltige Schichten das Grundwasser. Wo Wasser länger durch solche Ablagerungen sickert, löst es mehr Calcium und Magnesium aus dem Untergrund. Deshalb fällt das Wasser in Beilrode härter aus als in vielen Teilen Sachsens mit ihren weicheren Fernwasseranteilen aus dem Erzgebirge und dem Vogtland. Auch im direkten Umfeld von Beilrode, etwa Richtung Torgau, Arzberg und Schirmenitz, bleibt das Bild ähnlich: Die Elblandschaft liefert kein weiches Gebirgswasser, sondern Grundwasser aus flachen, mineralreichen Schichten. Das Trinkwasser kommt hier aus regionalen Grundwasserbrunnen des Versorgungsnetzes von Eilenburger Wasser und Abwasser GmbH, kurz EWAG, das im nördlichen Nordsachsen auch Beilrode mit versorgt. Die Gewinnung stützt sich nicht auf Talsperren oder weit entfernte Fernleitungen, sondern auf lokale Brunnen in den wasserführenden Schichten der Elbniederung und des angrenzenden Flachlands. Aufbereitet wird nur so viel wie nötig, damit das Wasser sauber und im Netz stabil bleibt. Genau diese Nähe zum Untergrund prägt den Charakter des Wassers stärker als jede große Fernwasserzufuhr es könnte. Deshalb schmeckt und wirkt das Wasser in Beilrode bodenständiger und mineralischer als in Orten, die stärker vom weichen Oberflächenwasser aus dem Erzgebirge gespeist werden. Im Vergleich zu vielen sächsischen Städten fällt Beilrode damit in eine härtere Ecke des Landes. Leipzig und große Teile der mittleren und südlichen Versorgungsräume arbeiten oft mit weicherem Mischwasser, während die Gemeinden entlang der Elbe und in der Torgauer Umgebung häufiger mit mittelhartem bis hartem Grundwasser leben. Beilrode steht damit näher an den geologischen Verhältnissen der nordsächsischen Auen und Niederterrassen als an den weichen Wasserlandschaften des Berglands. Der Härtewert ist also kein Zufall, sondern ein Abdruck der Umgebung: Elbe, Flusssande, kiesige Schichten und kalkführende Ablagerungen bestimmen das Trinkwasser hier deutlicher als in vielen anderen Orten Sachsens.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Eilenburger Wasser und Abwasser GmbH (EWAG)

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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