Wasserhärte in Bernried am Starnberger See

PLZ 82347 · Weilheim-Schongau, Bayern

19,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Ammerseewerk

Website

Praktische Tipps bei 19,4 °dH

Spülmaschine

Bei 19,4 °dH in Bernried am Starnberger See: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Bernried am Starnberger See liegt mit 19,4 °dH 2,1 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Bernried am Starnberger See
19,4
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Bernried am Starnberger See liegt mit 19,4 °dH 4,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bernried am Starnberger See
19,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Starnberger See 18,5 °dH hart
Tutzing 18,4 °dH hart
Seeshaupt 18,7 °dH hart
Münsing 18 °dH hart
Eurasburg 18,7 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Bernried am Starnberger See

Zwischen den Moränenhügeln westlich des Starnberger Sees und den feuchten Niederungen, die zur Ammer und zur Loisach hin ausgreifen, sammelt sich das Grundwasser aus stark kalkhaltigen Schottern. Genau dort liegt der Grund für den Härtewert von 19,4 °dH: Die eiszeitlichen Kiese und Sande der Voralpen haben viel Calcium und Magnesium aus dem Gebirge aufgenommen, während das Wasser unter dem Einfluss von kalkreichem Gestein aus den nördlichen Kalkalpen und den Ablagerungen des Isar-Loisach-Raums steht. Bernried profitiert nicht von weichem Moorwasser, sondern von einem Vorrat, der auf seinem Weg durch die Schotterkörper Mineralien aufnimmt und dadurch deutlich härter wird als in vielen inneralpinen Tälern. Der See selbst prägt das Uferklima und die Grundwasserstände, die Härte entsteht aber vor allem im Untergrund aus den glazialen Schichten zwischen Höhenrücken, Hangkanten und Seebecken. Das Trinkwasser kommt in Bernried aus dem Netz des Ammerseewerks, das die Versorgung über eigene Gewinnungsanlagen und Brunnen im Voralpenland sichert. Maßgeblich sind Grundwasserfassungen im Bereich der Schotterebenen rund um den Ammersee und seine Zuflüsse, ergänzt durch Aufbereitung und Verbundleitungen des regionalen Zweckverbands. Talsperren spielen hier keine Rolle; die Versorgung stützt sich auf tiefes, natürlich geschütztes Grundwasser aus den kiesigen Aquiferen der Region. Gerade dieser Untergrund liefert das hartes Wasser mit seinem typischen Kalkanteil, der aus den mächtigen Ablagerungen der eiszeitlichen Flüsse und Schmelzwässer stammt. Bernried hängt damit an einem Versorgungssystem, das stark von der Geologie des bayerischen Voralpenlandes lebt und nicht von oberirdischen Speichern. Gegenüber Orten wie Seeshaupt, Tutzing oder Münsing wirkt Bernried wassergeologisch nah verwandt, doch die Härtewerte liegen im westlichen Starnberger Seeraum oft etwas höher als in Gemeinden mit stärkerem Anteil an jüngeren oder anders gespeisten Teilnetzen. Im Vergleich zu vielen Teilen Oberbayerns ist 19,4 °dH klar im harten Bereich und spiegelt die kalkreiche Landschaft zwischen Weilheim-Schongau, dem Starnberger See und den nördlichen Voralpen wider. Während in Münchner Randlagen oft Mischwasser aus mehreren Systemen ankommt, bleibt Bernried an eine Versorgung gebunden, die viel von den lokalen Schottern und Grundwasserleitern erzählt. Genau darin liegt der Ortseindruck: ein Seedorf mit Wasser aus einem Untergrund, der die Kalkspuren der Eiszeit bis heute sichtbar hält.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Ammerseewerk

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber