Wasserhärte in Bodenwöhr

PLZ 92439 · Schwandorf, Bayern

14,2 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Bodenwöhrer Gruppe

Website

Praktische Tipps bei 14,2 °dH

Spülmaschine

Bei 14,2 °dH in Bodenwöhr: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Bodenwöhr liegt mit 14,2 °dH 3,1 °dH unter dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Bodenwöhr
14,2
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Bodenwöhr liegt mit 14,2 °dH genau im bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Bodenwöhr
14,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Bruck i.d.OPf. 12,5 °dH mittel
Nittenau, St 16,3 °dH hart
Steinberg am See 7 °dH weich
Neunburg vorm Wald, St 13,8 °dH mittel
Wackersdorf 14,3 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Bodenwöhr

Bodenwöhr bezieht sein Trinkwasser über den Zweckverband zur Wasserversorgung der Bodenwöhrer Gruppe aus ortsnahen Grundwasserfassungen im Schwarzenfelder Becken und aus dem Gebiet um Taxöldern, ergänzt durch weitere Brunnen im Umfeld von Bruck in der Oberpfalz. Diese Gewinnungsgebiete liegen im Landkreis Schwandorf auf einer Landschaft aus sandigen und kiesigen Schottern, darüber folgen lehmige Deckschichten und verwitterte Gesteine des Oberpfälzer Hügellands. Das Wasser sickert dort vergleichsweise zügig durch Boden und Geröll, nimmt aber auf dem Weg Kalk und Magnesium aus den mineralischen Ablagerungen mit. Genau daraus ergibt sich der Härtewert von 14,2 °dH. Er liegt im mittleren Bereich, weil im Einzugsraum weder reine Granitlandschaften mit sehr weichem Wasser noch ausgeprägt kalkreiche Karstgebiete dominieren, sondern ein Wechsel aus sandigen Talfüllungen, tonigen Zwischenlagen und alten Flussablagerungen der Schwarzach und ihrer Zuflüsse. Der Charakter des Bodens rund um Bodenwöhr ist auch ein Echo der Wassergeschichte des Oberpfälzer Seenlands. Zwischen Hammersee, Taxöldener Forst und den Niederungen Richtung Neunburg vorm Wald prägen ehemalige Sedimente, feinkörnige Sande und eiszeitlich geprägte Schichten das Untergrundwasser. Diese Mischung liefert kein hartes Extrem, wie es in Teilen Frankens oder der Fränkischen Alb vorkommt, aber auch kein ausgesprochen weiches Wasser wie in vielen höher gelegenen Granit- und Gneisgebieten der Oberpfalz. Gegenüber Nachbarorten wie Bruck, Neunburg vorm Wald oder Nittenau liegt Bodenwöhr damit eher im mittleren Feld. Im weiteren Bayernvergleich steht der Ort ebenfalls zwischen den Polen: spürbar mineralischer als viele Alpenrandgemeinden, aber deutlich moderater als Orte in stark kalkgeprägten Karstzonen. Dass hier nicht eine große Talsperre, sondern mehrere lokale Brunnen und Quellgebiete die Versorgung tragen, passt zur Lage am Rand des Naturparks Oberer Bayerischer Wald. Das Trinkwasser bleibt damit eng an die Landschaft gebunden, aus der es stammt. Die mittlere Härte ist kein Zufall, sondern das Ergebnis der geologischen Übergangszone zwischen den sandigen Beckenlagen des Landkreises Schwandorf und den festeren Gesteinen des Oberpfälzer Waldes. So unterscheidet sich Bodenwöhr klar von Orten mit sehr weichem Quellwasser im Bayerischen Wald und ebenso von Regionen mit deutlich härterem Wasser aus stark kalkhaltigen Schichten. Wer den Wasserhärtewert hier einordnet, liest darin direkt die Landschaft zwischen Schwarzach, Taxöldern und dem Bodenwöhrer Becken mit.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Bodenwöhrer Gruppe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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