Wasserhärte in Böbing

PLZ 82389 · Weilheim-Schongau, Bayern

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Wasserzweckverband Rottenbuch-Graswang-Gr.

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Böbing: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Böbing liegt mit 20 °dH 2,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Böbing
20
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Böbing liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Böbing
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Rottenbuch 19,9 °dH hart
Hohenpeißenberg 19,6 °dH hart
Peiting 22 °dH hart
Wildsteig 19,9 °dH hart
Bad Bayersoien 19 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Böbing

Unter Böbing liegt das Voralpenland aus der Eiszeit. Der Untergrund besteht aus Moränenmaterial, Kies, Sand und feinem Mergel, dazu aus Kalkgeröll, das die Gletscher aus den Alpen herangeschoben und beim Rückzug abgelagert haben. Diese Schichten speichern Wasser nur begrenzt und geben ihm zugleich reichlich Mineralstoffe mit. Auf dem Weg durch Kalk und mergelhaltige Ablagerungen löst das Wasser vor allem Calcium und Magnesium. So entsteht die hohe Härte von 20 °dH. Auch die Lage zwischen den Hügeln der Pfaffenwinkel-Landschaft und den Niederungsräumen Richtung Ammer und Lech prägt das Bild: Das Wasser bleibt nicht weich wie in reinen Sandgebieten, sondern nimmt den geologischen Fingerabdruck des eiszeitlichen Schotters mit. Das Trinkwasser kommt nicht aus einem Stausee, sondern aus örtlichen und regionalen Grundwasservorkommen, die über Brunnen im Versorgungsnetz des Wasserzweckverbands Rottenbuch-Graswang-Gr. gesichert werden. Dieses Netz speist Böbing aus geschützten Fassungen im westlichen Voralpenraum, wo Niederschläge und Schmelzwasser in die kiesigen Schichten einsickern und als Grundwasser wieder gefasst werden. Die harte Ausprägung passt zu diesen Schichten: Je länger das Wasser in Kalk, Dolomit, Mergel und glazialen Kiesen unterwegs ist, desto mehr Mineralien nimmt es auf. Böbing liegt damit deutlich auf der harten Seite, während Orte mit mehr Moor, sandigeren Ablagerungen oder jüngeren Quellhorizonten oft weicheres Wasser haben. Innerhalb des Landkreises Weilheim-Schongau ist das ein typisches, aber klar ausgeprägtes Voralpen-Profil. Im Vergleich zu Nachbarorten mit stärkerem Moor- oder Quellwasser-Einfluss wirkt Böbings Trinkwasser mineralreicher und härter. Gegenüber Teilen Oberbayerns mit weicherem Alpenrandwasser fällt der Unterschied sofort auf, weil hier nicht nur frisches Quellwasser, sondern vor allem durch Kalk und Moräne geprägtes Grundwasser ansteht. Der Ort trägt damit die Handschrift der Gletscher, die vor langer Zeit das Tal formten und die heutige Wasserqualität festlegten. Böbing steht landschaftlich zwischen Kaltzeitablagerungen und Kalkvorland, und genau diese geologische Lage bestimmt bis heute den Charakter des Leitungswassers.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserzweckverband Rottenbuch-Graswang-Gr.

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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