Wasserhärte in Deckenpfronn

PLZ 75392 · Böblingen, Baden-Württemberg

15,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
Anzeige

Wasserversorger

Zweckverband Buchenwasserversorgung

Website

Praktische Tipps bei 15,9 °dH

Spülmaschine

Bei 15,9 °dH in Deckenpfronn: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

Anzeige

Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Deckenpfronn liegt mit 15,9 °dH genau im Durchschnitt (15,9 °dH).

Deckenpfronn
15,9
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Deckenpfronn liegt mit 15,9 °dH 1,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Deckenpfronn
15,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Gechingen 9,2 °dH mittel
Gärtringen 18,6 °dH hart
Wildberg 12,6 °dH mittel
Aidlingen 15,5 °dH hart
Nufringen 15,3 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Deckenpfronn

Deckenpfronn liegt beim Trinkwasser klar über dem baden-württembergischen Mittel und auch meist über den Werten vieler Nachbarorte im Gäu: 15,9 °dH machen das Wasser hier deutlich härter als in Orten mit stärkerem Anteil an Fernwasser aus dem Bodensee- oder Donauried-System. Der Grund sitzt im Untergrund. Auf der Hochfläche zwischen Schwarzwald und Neckarraum prägen Kalk- und Mergelgesteine des Keupers sowie verkarstete Schichten aus dem Muschelkalk das Rohwasser. Auf seinem Weg durch diese Gesteine löst das Wasser viel Calcium und Magnesium heraus. Genau deshalb fällt der Härtewert in Deckenpfronn höher aus als in Gemeinden, die Wasser aus weichen Quellgebieten oder aus großräumigen Mischungen beziehen. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz der Gemeinde und wird über den Zweckverband Ammertal-Schönbuchgruppe bezogen, der die Versorgung in diesem Teil des Landkreises Böblingen organisiert. Die Gruppe speist ihr Wasser aus eigenen Brunnen und Quellen im Umfeld des Ammertals und des Schönbuchs sowie aus Verbundleitungen, die Rohwasser aus tieferen, geschützten Gewinnungsgebieten heranführen. Für Deckenpfronn ist damit nicht ein einzelner Bach oder eine Talsperre maßgeblich, sondern eine Mischung aus regional gewonnenem Grundwasser und aufbereiteten Lieferungen aus dem Verbund. Diese Struktur erklärt den ortstypischen Härtebereich: nicht weich wie in Teilen des Schwarzwaldvorlands, aber auch nicht so extrem wie in manchen kalkreichen Karstzonen des Albvorlands. Der Vergleich mit Nachbarorten zeigt die Lage gut. Richtung Herrenberg und Gärtringen treten je nach Versorgungszone andere Mischungen auf, teils mit weicherem Fernwasseranteil. Richtung Weil der Stadt, Simmozheim oder Calw verändern Geologie und Netzführung den Charakter des Wassers ebenfalls spürbar. Deckenpfronn bleibt dabei ein typischer Ort auf der Gäufläche: Kalk im Untergrund, wenig oberirdische Fließgewässer, viel Einfluss des geologischen Speichers unter den Feldern und Wegen. Wer hier den Hahn aufdreht, bekommt also ein Wasser, das die Landschaft direkt widerspiegelt: trockenes Hochland, karbonatreiche Schichten und ein Versorgungsnetz, das regionale Brunnen mit überörtlicher Wasserführung verbindet.

Häufige Fragen

Anzeige

Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Buchenwasserversorgung

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

Passende Ratgeber