Wasserhärte in Fredersdorf-Vogelsdorf

PLZ 15370 · Märkisch-Oderland, Brandenburg

20 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Berliner Wasserbetriebe

Website

Praktische Tipps bei 20 °dH

Spülmaschine

Bei 20 °dH in Fredersdorf-Vogelsdorf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Fredersdorf-Vogelsdorf liegt mit 20 °dH 3,6 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Fredersdorf-Vogelsdorf
20
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Fredersdorf-Vogelsdorf liegt mit 20 °dH 5,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Fredersdorf-Vogelsdorf
20
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Neuenhagen bei Berlin 16 °dH hart
Petershagen/Eggersdorf 19,1 °dH hart
Altlandsberg 15 °dH hart
Rüdersdorf bei Berlin 17,8 °dH hart
Schöneiche bei Berlin 12 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Fredersdorf-Vogelsdorf

Unter Fredersdorf-Vogelsdorf liegt kein geschlossenes Kalkgebirge, sondern eine eiszeitliche Landschaft aus Sand, Kies, Geschiebelehm und Moränenresten. Diese Schichten brachte das skandinavische Inlandeis in die Mark; beim Rückzug blieben Sanderflächen, kleine Rinnen und vermoorte Senken zurück. Genau dort sickert Niederschlagswasser nur langsam durch, nimmt aber auf seinem Weg durch kalkhaltige Anteile im Geschiebelehm und durch ältere untere Sedimente Mineralstoffe auf. Der hohe Härtewert von 20 °dH passt deshalb zu einem Grundwasser, das lange im Untergrund unterwegs war und in einer Gegend gewonnen wird, in der sandige Deckschichten nur wenig filtern, aber tiefer liegende Schichten das Wasser spürbar mineralisieren. Flüsse wie die Spree und die Havel prägen die weitere Region, doch direkt vor Ort stammt das Trinkwasser nicht aus einem Oberflächengewässer, sondern aus Grundwasserleitern unter dem märkischen Sand. Versorgt wird Fredersdorf-Vogelsdorf über die Berliner Wasserbetriebe, die in diesem östlichen Umland ihr Wasser aus Grundwasserbrunnen in den Wasserwerken der Hauptstadtregion beziehen und über das Leitungsnetz in den Landkreis Märkisch-Oderland einspeisen. Das Wasser kommt damit nicht aus einer Talsperre, sondern aus gefassten Brunnen in den wasserreichen Niederungen und Sandergebieten des Berliner Urstromtals und seiner Randbereiche. Diese Herkunft erklärt, warum das Wasser hier härter ausfällt als in manchen anderen Teilen Brandenburgs, wo jüngere Sande weniger Mineralien mitgeben. Die Mischung aus tiefem Grundwasser, eiszeitlichen Ablagerungen und regional unterschiedlichen Bodenprofilen macht den Unterschied. Gegenüber vielen Nachbarorten im östlichen Umland von Berlin fällt Fredersdorf-Vogelsdorf mit seinem deutlich härteren Wasser auf. In reinen Sandgebieten Brandenburgs bleibt Trinkwasser oft weicher, weil kaum Kalk nachgeliefert wird; hier aber sorgen die glazialen Schichten und der längere Fließweg des Wassers im Untergrund für mehr gelöste Mineralien. Auch gegenüber Orten, die näher an Seen, Mooren oder sehr jungen Schmelzwassersanden liegen, ist der Härteeindruck kräftiger. Der Ort steht damit typisch für den Übergang vom lockeren Berliner Sandboden zu den mineralreicheren Grundwasserzonen des östlichen Speckgürtels: nicht küstenweich, nicht kalkarm, sondern klar geprägt von der eiszeitlichen Geschichte des Märkisch-Oderlandes.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Berliner Wasserbetriebe

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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