Wasserhärte in Petershagen/Eggersdorf

PLZ 15345 · Märkisch-Oderland, Brandenburg

19,1 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserverband Strausberg-Erkner

Website

Praktische Tipps bei 19,1 °dH

Spülmaschine

Bei 19,1 °dH in Petershagen/Eggersdorf: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Petershagen/Eggersdorf liegt mit 19,1 °dH 2,7 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Petershagen/Eggersdorf
19,1
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Petershagen/Eggersdorf liegt mit 19,1 °dH 4,4 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Petershagen/Eggersdorf
19,1
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Fredersdorf-Vogelsdorf 20 °dH hart
Strausberg 12 °dH mittel
Altlandsberg 15 °dH hart
Rehfelde 18,4 °dH hart
Rüdersdorf bei Berlin 17,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Petershagen/Eggersdorf

Märkisch-Oderland liegt auf dem geologischen Flickenteppich der letzten Eiszeit. Sandige Schmelzwasserebenen, alte Dünenzüge und dazwischen tonige und mergelige Schichten prägen den Untergrund östlich von Berlin. Genau solche Wechsellagen drücken das Grundwasser nicht durchgehend weich, sondern lassen es unterwegs Kalk und Magnesium aus feineren Sedimenten aufnehmen. Auch die Nähe zu Niederungen von Spree und Erpe sowie zu den glazial geformten Rinnen zwischen Barnim und Oderbruch sorgt dafür, dass sich im Untergrund unterschiedliche Wasserstockwerke mischen. So entsteht in Petershagen und Eggersdorf ein hartes Wasser mit 19,1 °dH, deutlich mineralischer als in vielen sandigen Gebieten Brandenburgs. Der Wert passt zu einem Ort, der am Rand von Barnimhochfläche und Berliner Urstromtal liegt und damit weder reiner Sandboden noch reines Moorland ist. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Wasserverbands Strausberg-Erkner. Versorgt wird Petershagen/Eggersdorf über Grundwasser aus regionalen Brunnenfeldern im Verbandsgebiet, aufbereitet und über das Leitungsnetz eingespeist, nicht aus Talsperren oder Fernwasser aus anderen Landesteilen. Die Förderung stützt sich auf tiefer liegende Quartär- und tertiäre Grundwasserleiter, wie sie im östlichen Berliner Umland typisch sind. Gerade diese Fassungen holen Wasser aus Schichten, in denen Kalkanteile aus dem eiszeitlichen Untergrund gelöst wurden. Darum liegt die Härte hier höher als in Orten, die stärker von oberflächennahen, sandigen Wasserleitern leben. Der Unterschied zu Nachbarorten fällt im Berliner Umland deutlich aus. Richtung Berlin und in Teilen des westlichen Brandenburgs ist Trinkwasser oft weicher, weil dort andere Grundwasserleiter dominieren oder das Wasser stärker gemischt wird. Petershagen/Eggersdorf steht näher an den mineralreicheren Zonen des östlichen Umlands und teilt diesen Charakter mit Orten im Verbandsgebiet von Strausberg und Erkner. Das macht den Ort zur Schnittstelle zwischen den leichten Brandenburg-Sanden und den härteren, vom Eiszeitrelief geprägten Wasservorkommen des Oder-Spree-Raums. Die Härte von 19,1 °dH ist deshalb kein Zufall, sondern Ausdruck des Untergrunds, aus dem dieses Wasser stammt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserverband Strausberg-Erkner

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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