Wasserhärte in Gerswalde

PLZ 17268 · Uckermark, Brandenburg

18,9 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Westuckermark

Website

Praktische Tipps bei 18,9 °dH

Spülmaschine

Bei 18,9 °dH in Gerswalde: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Gerswalde liegt mit 18,9 °dH 2,5 °dH über dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Gerswalde
18,9
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Gerswalde liegt mit 18,9 °dH 4,2 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gerswalde
18,9
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Mittenwalde 19 °dH hart
Oberuckersee 21,7 °dH hart
Flieth-Stegelitz 18,6 °dH hart
Milmersdorf 13,5 °dH mittel
Temmen-Ringenwalde 14,2 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Gerswalde

Unter Gerswalde liegt eine typische Uckermärker Eiszeitlandschaft. Der Untergrund besteht aus Grundmoräne, Sanden, Mergeln und kleinen Becken, die das Inlandeis vorgeformt hat. Als die Gletscher aus Skandinavien nach Norden zurückwichen, schoben sie Geschiebe heran, lagerten tonige und kalkhaltige Bestandteile ab und überdeckten sie mit Schmelzwassersanden. Aus solchen Schichten löst sich im Grundwasser vor allem Kalk, deshalb fällt der Härtewert hier mit 18,9 °dH deutlich höher aus als in vielen sandigen Teilen Brandenburgs. Auch die Niederungen der Ucker und die feuchteren Senken zwischen Gerswalde, Fergitz und Temmen tragen ihren Teil bei, weil dort mineralreiches Wasser langsamer durch den Boden sickert und länger mit dem Gestein in Kontakt bleibt. Das Trinkwasser stammt aus örtlichen Grundwasserbrunnen im Versorgungsgebiet der Uckermark und wird über das Netz des Zweckverbands Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Uckermark bereitgestellt. Die Förderung erfolgt nicht aus einer Talsperre, sondern aus tiefen Brunnen in eiszeitlichen Lockersedimenten, die von den Wasserwerken im Landkreis aufbereitet und in das Leitungsnetz eingespeist werden. Gerswalde bezieht damit Wasser aus derselben hydrogeologischen Grundstruktur wie viele Orte zwischen Prenzlau, Templin und Angermünde, nur mit spürbar kalkreicherer Note. Entscheidend ist nicht ein einzelner Fluss, sondern der geologische Speicher unter der Landschaft. Der Unterschied zu Nachbarorten liegt vor allem in den Bodenschichten. Dort, wo reine Sande dominieren, bleibt das Wasser oft weicher. Wo Moräne und mergelige Lagen näher an der Oberfläche liegen, steigt die Härte. Gerswalde steht deshalb innerhalb Brandenburgs eher auf der mineralischen Seite, klar anders als manche Heidegebiete mit sehr weichem Wasser. Zugleich bleibt der Ort ein Uckermark-Typus: eiszeitlich geformt, grundwassergeprägt, ohne Fernwasser aus großen Flusssystemen. Genau diese lokale Kombination aus Moränenuntergrund, kalkführenden Sedimenten und regionaler Brunnenförderung prägt den Wert von 18,9 °dH.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung und Abwasserentsorgung der Westuckermark

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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