Wasserhärte in Gößnitz

PLZ 04639 · Altenburger Land, Thüringen

20,2 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Kommunale Wasserwerke Altenburg

Website

Praktische Tipps bei 20,2 °dH

Spülmaschine

Bei 20,2 °dH in Gößnitz: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Thüringen

Gößnitz liegt mit 20,2 °dH 0,7 °dH unter dem Durchschnitt (20,9 °dH).

Gößnitz
20,2
Thüringen
20,9

Vergleich mit Deutschland

Gößnitz liegt mit 20,2 °dH 5,5 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gößnitz
20,2
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Ponitz 20,2 °dH hart
Meerane 14,7 °dH hart
Schönberg 10,3 °dH mittel
Schmölln 20,2 °dH hart
Oberwiera 17,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Gößnitz

Das Altenburger Land gehört zu den älteren Siedlungs- und Ackerlandschaften Ostthüringens, doch sein Untergrund ist geologisch alles andere als einheitlich. Zwischen den flachwelligen Lössdecken liegen Reste von Buntsandstein, Ton- und Mergelschichten sowie Kalkanteile aus den Randbereichen des Thüringer Beckens. Genau diese Mischung prägt das Trinkwasser in Gößnitz. Die Niederschläge versickern nicht nur durch lockere Böden, sondern nehmen unterwegs Calcium- und Magnesiumverbindungen aus den Gesteinen auf. Hinzu kommt der Einfluss der kleinen Flusssysteme in der Umgebung, vor allem der Pleiße mit ihren Zuflüssen, die das Wasser über lange Zeiträume durch mineralreiche Schichten führen. So entsteht ein hartes Wasser mit 20,2 °dH, das den Charakter der Region widerspiegelt: wenig kristallines Urgestein, dafür sedimentäre Schichten, Löss und kalkhaltige Ablagerungen. Gößnitz wird vom regionalen Netz der Thüringer Fernwasserversorgung und der Kommunalen Wasserwerke Altenburg beliefert. Das Wasser kommt nicht aus einem einzigen Ort, sondern aus einem Verbund von Grundwasserfassungen und aufbereiteten Rohwasservorkommen der Region Altenburger Land, die über das Versorgungsnetz in die Stadt eingespeist werden. Die örtliche Versorgung ist damit eng mit den Gewinnungsgebieten zwischen Altenburg, Schmölln und den wasserreichen Talräumen verbunden. Anders als in Teilen des Thüringer Waldes, wo Quellwasser aus kristallinen Gebirgen oft deutlich weicher ausfällt, basiert die Versorgung hier auf Grundwasser aus mineralreichen Sedimenten. Auch im Vergleich zu benachbarten Orten wie Schmölln, Meerane oder den ländlichen Gemeinden entlang der Pleiße bleibt Gößnitz im oberen Härtebereich, weil die geologischen Schichten Calcium und Magnesium besonders stark an das Wasser abgeben. Damit steht Gößnitz exemplarisch für das östliche Thüringen: kein Mittelgebirgswasser aus Schiefer oder Granit, sondern ein Wasser aus Löss, Sandstein und kalkhaltigen Ablagerungen des Beckens. Der Unterschied zu vielen Orten im Thüringer Wald oder im Saaletal ist deutlich spürbar in den Analysen der Versorger. Während dort oft weichere Werte vorkommen, liegt Gößnitz mit 20,2 °dH klar im harten Bereich. Der Ort profitiert zwar von einer stabilen regionalen Versorgung, doch die Wasserchemie erzählt vor allem die Geschichte des Untergrunds. Sie zeigt, wie stark das Altenburger Land als flaches, sedimentgeprägtes Becken den Charakter des Leitungswassers bestimmt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Kommunale Wasserwerke Altenburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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