Wasserhärte in Grevenkrug

PLZ 24241 · Rendsburg-Eckernförde, Schleswig-Holstein

15,7 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Amt Mittelholstein

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Praktische Tipps bei 15,7 °dH

Spülmaschine

Bei 15,7 °dH in Grevenkrug: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Schleswig-Holstein

Grevenkrug liegt mit 15,7 °dH 1,8 °dH über dem Durchschnitt (13,9 °dH).

Grevenkrug
15,7
Schleswig-Holst...
13,9

Vergleich mit Deutschland

Grevenkrug liegt mit 15,7 °dH 1 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Grevenkrug
15,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Sören 15,7 °dH hart
Blumenthal 14,2 °dH hart
Techelsdorf 16,3 °dH hart
Schmalstede 15,7 °dH hart
Hoffeld 14,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Grevenkrug

Unter Grevenkrug liegt das junge norddeutsche Lockergestein, nicht Fels. Die Landschaft der Gemeinde im Kreis Rendsburg-Eckernförde wurde von Eiszeiten geformt. Unter dem Oberboden liegen Sande, Geschiebemergel und eiszeitliche Ablagerungen aus der letzten Weichsel-Kaltzeit. Das Material kam mit dem skandinavischen Inlandeis nach Schleswig-Holstein und blieb als Moränenzug, Sandflächen und toniger Mergel zurück. In solchen Schichten sammelt sich Grundwasser, doch es bleibt nicht weich. Der Kalk stammt vor allem aus den mitgeführten Gesteinsbrocken, Muschelkalk- und Kreideanteilen aus dem Norden und aus dem feineren Mergel, der im Untergrund gelöst wird. Darum erreicht Grevenkrug mit 15,7 °dH einen harten Bereich: Das Wasser hat lange Wege durch kalkhaltige Sedimente und nimmt dabei Calcium und Magnesium auf. Die offene Geest zwischen den kleinen Niederungen bei Bordesholm, Molfsee und Flintbek liefert also kein quarzreines Sandwasser, sondern ein mineralreiches Grundwasser aus den eiszeitlichen Schichten des Binnenlandes. Das Trinkwasser kommt nicht aus einer Talsperre, sondern aus regionalen Grundwasserbrunnen des Zweckverbands Mittelholstein. Das Versorgungsgebiet wird aus Tief- und Flachbrunnen gespeist, die in den eiszeitlichen Sand- und Kieskörpern des Kreises fördern. Dieses Wasser wird aufbereitet und über das Netz bis nach Grevenkrug verteilt. Der harte Wert passt zu einem Einzugsraum, der von Moränenrücken, Ackerflächen und wenig naturnahen Fließgewässern geprägt ist. Anders als an der schleswig-holsteinischen Westküste mit oft weicherem, stärker vom Niederschlag geprägtem Wasser oder in den Marschgebieten mit anderem Untergrund liegt Grevenkrug auf mineralischem Binnenland. Auch gegenüber den Nachbarorten im Umfeld von Bordesholm und Nortorf fällt das Wasser deshalb eher kräftig aus, weil hier der kalkhaltige Geschiebemergel tiefer und die Grundwasserleiter stärker mit den eiszeitlichen Ablagerungen verzahnt sind. Die Härte von 15,7 °dH spiegelt damit die Geologie vor Ort fast direkt wider. Grevenkrug steht auf einem Untergrund, der das Eis der Vergangenheit bewahrt hat: Sand, Mergel, Moräne. Genau diese Schichten prägen das Trinkwasser bis heute. Wer in Grevenkrug den Hahn aufdreht, bekommt kein Wasser aus Fernleitung oder Stausee, sondern ein regionales Grundwasserprodukt aus dem Kreis Rendsburg-Eckernförde, das seinen mineralischen Charakter aus der Landschaft zwischen den kleinen Höhenzügen und Niederungen der Holsteinischen Geest mitbringt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Amt Mittelholstein

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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