Wasserhärte in Großenhain

PLZ 01558 · Meißen, Sachsen

17,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserversorgung Riesa/Großenhain GmbH

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Praktische Tipps bei 17,3 °dH

Spülmaschine

Bei 17,3 °dH in Großenhain: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Sachsen

Großenhain liegt mit 17,3 °dH 2,5 °dH über dem Durchschnitt (14,8 °dH).

Großenhain
17,3
Sachsen
14,8

Vergleich mit Deutschland

Großenhain liegt mit 17,3 °dH 2,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Großenhain
17,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Priestewitz 14,3 °dH mittel
Nünchritz 20,2 °dH hart
Lampertswalde 17,3 °dH hart
Ebersbach 17,3 °dH hart
Diera-Zehren 19,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Großenhain

Der Landkreis Meißen liegt an einer geologischen Nahtstelle zwischen der weiten Elbtalzone und den sandigen Deckschichten der Großenhainer Pflege. Südlich prägt das Elbtal mit seinen Kies- und Sandablagerungen aus der Eiszeit die Wasserführung, nördlich und östlich stehen lockere Sande, Geschiebemergel und tonige Schichten im Untergrund. Kalkarme Mittelgebirge fehlen hier fast völlig, doch das Grundwasser nimmt auf seinem Weg durch die mächtigen Lockersedimente dennoch Mineralstoffe auf. Hinzu kommt der Einfluss der Elbe und ihrer Nebenläufe, die in der Region seit Jahrtausenden Schotter und Feinmaterial abgelagert haben. Genau dieser Untergrund erklärt den Wert von 17,3 °dH in Großenhain: Das Wasser ist deutlich mineralisiert, aber nicht durch Kalkstein geprägt wie in anderen Regionen Sachsens mit Karst- oder Erzgebirgsanteil. Großenhain bezieht sein Trinkwasser aus dem Netz des Wasserverbandes Brockwitz-Rödern, der die Stadt und mehrere Orte im nördlichen Landkreis Meißen versorgt. Das Rohwasser stammt aus örtlichen Grundwasserbrunnen im Verbandsgebiet, vor allem aus den Niederungs- und Sandgrundwasserleitern zwischen Großenhain, Röderau und der Elbniederung. Dort wird es gefördert, aufbereitet und in das Leitungsnetz eingespeist. Quellen oder Talsperren spielen in Großenhain keine führende Rolle; entscheidend sind die Brunnen im Lockersediment der Region. Die Mischung aus flach gelagerten Sanden, kiesigen Schichten und wechselnden Tonlagen sorgt dafür, dass das Wasser auf dem kurzen Weg zum Brunnen ausreichend Mineralien aufnimmt und deshalb als hart eingestuft wird. Im Vergleich zu Nachbarorten zeigt sich Großenhain als typischer Vertreter der Großenhainer Pflege. Nördlich in den offenen Ackerlandschaften um Lampertswalde und Ebersbach ist das Wasser ähnlich grundwassergeprägt, während in Riesa und entlang der Elbe die Versorgung stärker von großräumigen Verbundsystemen und anderen Fördergebieten beeinflusst wird. Richtung Meißen und in Teilen des Triebischtals treten häufiger weichere oder wechselnde Werte auf, weil dort andere geologische Schichten und Zuflüsse mitspielen. Sachsenweit liegt Großenhain damit im Mittelfeld der härteren Regionen, aber ohne die extrem kalkreichen Verhältnisse mancher Randgebiete. Der Ort steht für ein Wasser, das aus dem Untergrund der Elbniederung kommt und seinen Charakter direkt aus dem Boden der Großenhainer Landschaft bezieht.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserversorgung Riesa/Großenhain GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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