Wasserhärte in Großrinderfeld

PLZ 97950 · Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg

24,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Zweckverband Wasserversorgung Mittlere Tauber

Website

Praktische Tipps bei 24,5 °dH

Spülmaschine

Bei 24,5 °dH in Großrinderfeld: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Großrinderfeld liegt mit 24,5 °dH 8,6 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Großrinderfeld
24,5
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Großrinderfeld liegt mit 24,5 °dH 9,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Großrinderfeld
24,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Grünsfeld 25,4 °dH hart
Tauberbischofsheim 28 °dH hart
Werbach 24,8 °dH hart
Altertheim 27,2 °dH hart
Neubrunn 26,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Großrinderfeld

Zwischen den sanften Höhen des südlichen Main-Tauber-Gebiets und den flachen Talmulden des Tauberlandes wirkt Großrinderfeld wie ein Ort, in dem Wasser langsam durchs Gestein arbeitet. Die Hänge aus Muschelkalk und die darüberliegenden Löss- und Lehmdecken lassen Niederschlag nur zögerlich versickern. Wo das Wasser doch in den Untergrund gelangt, löst es unterwegs Kalk aus den karbonatischen Schichten. Genau daraus entsteht die hohe Härte von 24,5 °dH: Das Grundwasser kommt hier nicht aus weichen Sanden oder granitreichen Böden, sondern aus kalkhaltigem Untergrund, wie er im Main-Tauber-Kreis weite Teile prägt. Bäche und kleine Talzüge im Umland führen das Wasser eher oberflächlich ab, während der Untergrund den Kalkgehalt auf dem Weg in die Brunnen weiter anreichert. Deshalb fällt das Trinkwasser in Großrinderfeld deutlich härter aus als in vielen Gegenden des Schwarzwalds oder des Oberrheins, wo kristalline oder kiesige Schichten oft weichere Werte liefern. Auch gegenüber Orten im Taubertal, die teils stärker von Talgrundwasser und Mischungen aus verschiedenen Einzugsgebieten profitieren, bleibt Großrinderfeld klar auf der kalkreichen Seite. Versorgt wird Großrinderfeld über die örtliche kommunale Wasserversorgung im Verbund mit dem regionalen Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Mittlere Tauber. Das Wasser stammt aus tieferen Brunnen und Gewinnungsanlagen im Einzugsgebiet des Tauber- und Main-Tauber-Raums, wo mehrere Fassungen das Grundwasser aus den kalkigen Schichten fördern und über Aufbereitung und Leitungsnetz in die Haushalte bringen. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine führende Rolle; entscheidend sind die Brunnen in den wasserführenden Kalk- und Mergelbereichen des Umlands. Der Versorger bündelt diese Quellen, damit die Ortschaften auf der Hochebene und in den Tälern des Kreises zuverlässig beliefert werden. Großrinderfeld liegt damit in einem typischen Muschelkalkgebiet, das im Alltag durch besonders mineralhaltiges Wasser auffällt. Im Vergleich zu Nachbarorten im Main-Tauber-Kreis bleibt Großrinderfeld auffällig hart. Orte mit stärkerem Einfluss von Mischwasser, tieferen Talgründen oder anderen geologischen Schichten kommen teils auf niedrigere Härtebereiche. Baden-Württemberg insgesamt zeigt ein sehr unruhiges Bild: Im Norden und Osten dominieren vielerorts Kalk und harte Wässer, während südwestlich Richtung Schwarzwald oft weichere Werte vorherrschen. Großrinderfeld steht klar auf der kalkreichen Seite dieses Spektrums. Der Ort bezieht sein Wasser aus einer Landschaft, die von Muschelkalkrücken, flachen Mulden und langsamer Grundwasserneubildung geprägt ist. Genau diese Kombination hält den Härtewert stabil hoch und macht das Trinkwasser hier unverwechselbar regional.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband Wasserversorgung Mittlere Tauber

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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