Wasserhärte in Tauberbischofsheim

PLZ 97941 · Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg

28 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Eigenbetrieb Wasserversorgung der Stadt Tauberbischofsheim

Website

Praktische Tipps bei 28 °dH

Spülmaschine

Bei 28 °dH in Tauberbischofsheim: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Tauberbischofsheim liegt mit 28 °dH 12,1 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Tauberbischofsheim
28
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Tauberbischofsheim liegt mit 28 °dH 13,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Tauberbischofsheim
28
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Königheim 24,3 °dH hart
Lauda-Königshofen 23,2 °dH hart
Grünsfeld 25,4 °dH hart
Werbach 24,8 °dH hart
Großrinderfeld 24,5 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Tauberbischofsheim

Der Main-Tauber-Kreis liegt auf einer geologisch vielschichtigen Schichtstufe, die von Muschelkalk, Keuper und lössbedeckten Tälern geprägt ist. Zwischen den Kalkbänken des Oberen Muschelkalks, den mergeligen Lagen des Keupers und den Hangschutt- und Lössdecken der Tauberhänge löst sich im Boden reichlich Calcium und Magnesium. Die Tauber schneidet sich tief in dieses Gesteinspaket ein, ihre Zuflüsse wie Welzbach und Brehmbach spülen zusätzlich mineralreiches Wasser aus dem Umland in das Tal. Genau deshalb liegt das Trinkwasser hier bei 28 °dH: Die Umgebung liefert viel Kalk, und das Grundwasser nimmt diesen Untergrund auf seinem Weg durch die verkarsteten Schichten mit. Tauberbischofsheim steht damit auf einem Wasserfundament, das deutlich härter ist als in den raueren, silikatreicheren Mittelgebirgsräumen Baden-Württembergs. Vor Ort stammt das Trinkwasser aus dem Netz des Zweckverbands Wasserversorgung Mittlere Tauber, der die Stadt und weitere Orte im Taubertal versorgt. Das Wasser wird aus örtlichen und regionalen Brunnen und Quellen gewonnen, vor allem aus dem Talgrund und den angrenzenden Gewinnungsgebieten der Tauber, wo das Grundwasser in den kalkreichen Schichten gesammelt wird. Ergänzend fließt aufbereitetes Verbandswasser aus dem regionalen Leitungsnetz zu, damit die Versorgung zwischen den Ortsteilen, dem Kernstadtbereich und den höher gelegenen Randlagen stabil bleibt. Tauberbischofsheim bezieht sein Wasser damit nicht aus großen Talsperren wie manche anderen Landesteile, sondern vor allem aus dem eigenen, vom Muschelkalk geprägten Untergrund. Der Unterschied zu den Nachbarorten ist im Taubertal deutlich spürbar. Orte mit ähnlicher Lage wie Lauda-Königshofen, Großrinderfeld oder Wertheim liegen ebenfalls in einer kalkreichen Landschaft, doch die Härte schwankt je nach Brunnenstandort, Tiefe der Förderung und Mischung im Versorgungsnetz. Gegenüber vielen Regionen Baden-Württembergs, etwa im Schwarzwald, im Odenwald oder in Teilen des Bodenseeraums, fällt Tauberbischofsheim mit seinem hohen Kalkgehalt klar aus dem Rahmen. Dort kommen oft weichere Wässer aus Granit, Buntsandstein oder alpinen Zuflüssen an. Hier im Taubertal bestimmt dagegen der Muschelkalk das Bild. Das Trinkwasser trägt die Handschrift der Region direkt mit: hart, mineralreich und eng an den geologischen Untergrund des Main-Tauber-Kreises gebunden.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Eigenbetrieb Wasserversorgung der Stadt Tauberbischofsheim

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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