Wasserhärte in Grünsfeld

PLZ 97947 · Main-Tauber-Kreis, Baden-Württemberg

25,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Stadtwerke Tauberfranken

Website

Praktische Tipps bei 25,4 °dH

Spülmaschine

Bei 25,4 °dH in Grünsfeld: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Grünsfeld liegt mit 25,4 °dH 9,5 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Grünsfeld
25,4
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Grünsfeld liegt mit 25,4 °dH 10,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Grünsfeld
25,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Lauda-Königshofen 23,2 °dH hart
Tauberbischofsheim 28 °dH hart
Großrinderfeld 24,5 °dH hart
Wittighausen 23 °dH hart
Werbach 24,8 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Grünsfeld

Die Stadtwerke Tauberfranken holen das Trinkwasser für Grünsfeld aus dem regionalen Verbund des Main-Tauber-Kreises, vor allem aus Grundwasserfassungen im Taubertal und aus den Anlagen des Zweckverbands Wasserversorgung Mittlere Tauber. Entscheidend sind Brunnen und Quellen im Talraum von Tauber und Wittigbach, dazu Gewinnungsgebiete bei Tauberbischofsheim, Königheim und den umliegenden Muschelkalklagen. Dieses Netz speist Grünsfeld über die zentrale Versorgung aus den tieferen, kalkreichen Schichten des Oberen Muschelkalks und aus Bereichen, in denen Niederschläge nur langsam versickern und das Wasser lange mit Kalk in Kontakt bleibt. Genau dort liegt der Ursprung des hohen Härtegrads von 25,4 °dH. Der Boden und der Untergrund prägen den Wert deutlich. Zwischen Grünsfeld, Zimmern ob der Tauber, Paimar und den Höhen Richtung Gerlachsheim dominiert Muschelkalk, dazu kommen tonige und mergelige Zwischenlagen, die das Wasser aus den Karst- und Kluftsystemen mit Calcium und Magnesium anreichern. Die Tauber selbst liefert kein Trinkwasser, aber ihr Tal zeigt die geologische Spur: harte Kalkgesteine, weitgehend karbonatische Böden und wenig weichende Sandsteinanteile. Darum fällt Grünsfeld im Vergleich zu Orten auf Buntsandstein oder mit stärkerem Schwarzwald-Einfluss klar härter aus. Auch gegenüber vielen Orten im Land ist der Unterschied deutlich, denn Baden-Württemberg besitzt neben sehr weichen Schwarzwaldwässern auch harte Muschelkalkgebiete, und Grünsfeld gehört eindeutig zur harten Seite dieser Karte. Der Kontrast zeigt sich schon im direkten Umfeld. Lauda-Königshofen, Tauberbischofsheim und Külsheim liegen ebenfalls im Tauberraum und teilen oft ähnliche kalkgeprägte Werte, während weiter südlich oder westlich in anderen Versorgungsräumen deutlich weichere Wässer aus Granit, Gneis oder Buntsandstein ankommen. Grünsfeld bleibt damit typisch für den nördlichen Main-Tauber-Kreis: ländlich, taubergeprägt und hydrogeologisch eng an den Muschelkalk gebunden. Der hohe Härtewert ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Brunnen im Taubertal, kalkreichen Schichten unter der Stadt und einem Versorgungsgebiet, das Wasser aus genau diesen geologischen Reserven zusammenführt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Stadtwerke Tauberfranken

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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