Wasserhärte in Gülitz-Reetz

PLZ 19348 · Prignitz, Brandenburg

12,7 °dH
mittel
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasser- und Abwasserzweckverband Pritzwalk

Website

Praktische Tipps bei 12,7 °dH

Spülmaschine

Bei 12,7 °dH in Gülitz-Reetz: Stufe 2 (mittel) einstellen. Normaler Verbrauch an Klarspüler und Regeneriersalz. Entkalkung alle 3-4 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der mittleren Dosierungsangabe dosieren. Bei Bedarf Enthärter-Tab hinzufügen.

Wasserkocher

Alle 3-4 Wochen entkalken. Essigwasser oder Zitronensäure verwenden.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf Stufe 2-3 einstellen. Entkalkung alle 2-3 Monate empfohlen. Wasserfilter optional.

Aquarium

Guter Kompromiss für viele Arten: Guppys, Platys, Mollys und die meisten Gemeinschaftsbecken.

Zimmerpflanzen

Für die meisten Zimmerpflanzen geeignet. Kalkempfindliche Pflanzen profitieren von Regenwasser oder gefiltertem Wasser.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser kann für Säuglingsnahrung verwendet werden. Bei empfindlichen Babys kann ein Tischfilter den Kalkgehalt reduzieren. Wasser vor Gebrauch kurz laufen lassen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Brandenburg

Gülitz-Reetz liegt mit 12,7 °dH 3,7 °dH unter dem Durchschnitt (16,4 °dH).

Gülitz-Reetz
12,7
Brandenburg
16,4

Vergleich mit Deutschland

Gülitz-Reetz liegt mit 12,7 °dH 2 °dH unter dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Gülitz-Reetz
12,7
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Pirow 12,7 °dH mittel
Putlitz 12,7 °dH mittel
Berge 14,4 °dH hart
Triglitz 12,7 °dH mittel
Groß Pankow (Prignitz) 13,4 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Gülitz-Reetz

Zwischen den sanften Höhenzügen der Prignitz und den breiten Niederungen der Elbe sammelt sich in Gülitz-Reetz ein Grundwasser, das von eiszeitlichen Sanden, Kiesen und lehmigen Einschaltungen geprägt wird. Die Umgebung liegt fern von hartem Kalkgestein; stattdessen bestimmen lockere Ablagerungen aus den alten Schmelzwasserrinnen und flache Talbereiche die Beschaffenheit des Wassers. Darum bleibt die Wasserhärte mit 12,7 °dH im mittleren Bereich. Das Wasser löst auf seinem Weg durch die Böden nur begrenzt Mineralien, nimmt aber genug Calcium und Magnesium auf, um weder weich noch deutlich hart zu sein. Die nahe Elbniederung und kleinere Gräben und Senken wirken wie langsame Speicher, aus denen sich das Grundwasser erneuert, während höhere, sandige Flächen zwischen Gülitz, Reetz und den Nachbarorten den Zufluss rasch versickern lassen. Genau diese Mischung aus durchlässigen Sanden und mäßig mineralreichen Schichten prägt den Wert vor Ort. Das Trinkwasser selbst kommt aus den örtlichen Grundwasserbrunnen des regionalen Versorgers, der im Landkreis Prignitz die Gewinnung und Aufbereitung organisiert. In dieser dünn besiedelten Landschaft stützt sich die Versorgung nicht auf Talsperren, sondern auf tiefe Brunnenfelder, die das Wasser aus den unterirdischen quartären Sand- und Kiesschichten fördern. Nach der Aufbereitung gelangt es über das Leitungsnetz in die Ortsteile von Gülitz-Reetz. Entscheidend ist dabei die lokale Rohwasserbasis: keine Fernwasserleitung aus gebirgigen Einzugsgebieten, sondern Wasser aus dem unmittelbaren Untergrund der Prignitz, das die geologische Handschrift der Region trägt. Deshalb bleibt der Härtewert stabil im mittleren Bereich und spiegelt die natürlichen Bedingungen des Fördergebiets. Gülitz-Reetz unterscheidet sich damit von vielen Orten in Brandenburg, wo sehr weiches Wasser aus reinen Sandgebieten oder deutlich härteres Wasser aus kalkreicheren Schichten ansteht. In der Prignitz liegen die Werte oft zwischen diesen Polen, weil weite Flächen von eiszeitlichen Ablagerungen bedeckt sind und Flüsse wie die Elbe den Untergrund nur indirekt beeinflussen. Gegenüber Nachbarorten mit stärker sandig geprägtem Untergrund wirkt das Wasser hier etwas mineralreicher, aber nicht hart wie in Regionen mit kalkhaltigen Geschiebemergeln. Der Ort steht damit für eine typische Prignitz-Charakteristik: Grundwasser aus jungen Lockersedimenten, geprägt von glazialen Böden, mäßigem Mineralgehalt und einer Versorgung, die eng an die Landschaft gebunden bleibt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasser- und Abwasserzweckverband Pritzwalk

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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