Wasserhärte in Hermaringen

PLZ 89568 · Heidenheim, Baden-Württemberg

21 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Gemeindewerke Hermaringen GmbH

Website

Praktische Tipps bei 21 °dH

Spülmaschine

Bei 21 °dH in Hermaringen: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Hermaringen liegt mit 21 °dH 5,1 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Hermaringen
21
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Hermaringen liegt mit 21 °dH 6,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Hermaringen
21
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Giengen an der Brenz 18,9 °dH hart
Sontheim an der Brenz 19,3 °dH hart
Medlingen 18,3 °dH hart
Niederstotzingen 18,8 °dH hart
Bachhagel 18,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Hermaringen

Hermaringen bezieht sein Trinkwasser vom Zweckverband Landeswasserversorgung, der die Gemeinde im Landkreis Heidenheim aus dem Donau-Raum versorgt. Das Wasser stammt nicht aus einem örtlichen Brunnen im Ort selbst, sondern aus den Gewinnungsanlagen der Landeswasserversorgung im Donauried bei Langenau und aus dem Donaumoos zwischen Ulm, Langenau und dem nördlichen Rand der Schwäbischen Alb. Dort wird Grundwasser gefasst, das aus den kiesigen, gut durchlässigen Schottern der Donau stammt und in großer Tiefe gesammelt wird. Über die Aufbereitung und das Leitungsnetz gelangt es nach Hermaringen, wo es mit 21 °dH als hartes Wasser ankommt. Maßgeblich ist also nicht ein einzelner Quellhorizont direkt am Ort, sondern ein überregionales System aus Grundwasserfassungen und Verbundleitungen, das mehrere Gemeinden im Alb-Donau-Raum und im Kreis Heidenheim speist. Zuständig ist die Landeswasserversorgung, deren Hauptsitz in Stuttgart und deren Gewinnungsraum bei Langenau liegen. Der hohe Härtewert hat geologische Gründe. Hermaringen liegt an der Brenz, nahe der Schwäbischen Alb, wo kalkreiche Gesteine wie Jura-Kalk und verkarstete Schichten das Wasser auf seinem Weg durch den Untergrund mit Calcium und Magnesium anreichern. Auch die Umgebung mit Brenz, Egau und den Schotterflächen der Donau prägt das Bild. In den Niederungen lagern Kies und Sand, darüber folgen kalkige Ablagerungen der Alb. Regenwasser und versickernde Flusswässer nehmen auf diesem Weg Mineralien auf. Darum fällt das Trinkwasser in Hermaringen deutlich härter aus als in vielen Orten mit weicheren Schwarzwald- oder Bodenseewässern. Der Landkreis Heidenheim liegt zudem am Ostrand der Schwäbischen Alb, wo Karst und Kalk den Wasserhaushalt seit jeher bestimmen. Der Unterschied zu den Nachbarorten ist spürbar. In Langenau, das direkt im Einzugsgebiet der Landeswasserversorgung liegt, ist die Herkunft ähnlich, weil beide Orte aus demselben Donau-Grundwassersystem versorgt werden. Richtung Ulm und ins Alb-Donau-Gebiet mischen sich ebenfalls harte, kalkgeprägte Wässer. Anders ist es weiter südlich im Land, etwa im Schwarzwald oder am Bodensee, wo Oberflächenwasser oder andere geologische Bedingungen oft weichere Werte bringen. Hermaringen steht damit eher auf der Seite der kalkstarken Ostalb als auf der der weichen Trinkwässer Baden-Württembergs. Der Ort trinkt also Wasser, das seinen Weg durch die Gesteine der Schwäbischen Alb und die Kieskörper der Donau genommen hat, bevor es aus dem Netz des Landesversorgers in die Häuser kommt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Gemeindewerke Hermaringen GmbH

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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