Wasserhärte in Hürth

PLZ 50354 · Rhein-Erft-Kreis, Nordrhein-Westfalen

17,4 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

RheinEnergie AG

Website

Praktische Tipps bei 17,4 °dH

Spülmaschine

Bei 17,4 °dH in Hürth: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Nordrhein-Westfalen

Hürth liegt mit 17,4 °dH 3 °dH über dem Durchschnitt (14,4 °dH).

Hürth
17,4
Nordrhein-Westf...
14,4

Vergleich mit Deutschland

Hürth liegt mit 17,4 °dH 2,7 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Hürth
17,4
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Frechen 18,7 °dH hart
Brühl 18 °dH hart
Erftstadt 19 °dH hart
Köln 22 °dH hart
Wesseling 13,7 °dH mittel

Wissenswertes über das Wasser in Hürth

Hürth liegt mit 17,4 °dH spürbar über dem nordrhein-westfälischen Durchschnitt und auch über vielen Orten im Kölner Umland. Der Grund sitzt buchstäblich im Untergrund des Rhein-Erft-Kreises: mächtige Kies-, Sand- und Schotterpakete aus dem Rheinvorland, dazu kalkhaltige Schichten aus älteren Sedimenten, geben dem Wasser viel Calcium und Magnesium mit. Der Rhein selbst prägt die Region indirekt seit Jahrtausenden, und auch die Nähe zu den Braunkohletagebauen und den entwässerten, grundwasserreichen Niederungen im Erftgebiet beeinflusst die Zusammensetzung des Rohwassers. So entsteht in Hürth ein hartes Wasser, das sich deutlich von weicheren Regionen im Bergischen Land oder in Teilen des Sauerlands absetzt. Selbst im direkten Vergleich mit Nachbarorten wie Köln oder Brühl bleibt Hürth auf der mineralischen Seite, weil die lokale Wassergewinnung stärker vom rheinischen Lockergestein und den kalkführenden Grundwasserleitern geprägt ist. Das Trinkwasser kommt hier aus dem Netz von RheinEnergie, die Hürth über ihre Gewinnungsanlagen im Kölner Süden und im linksrheinischen Umland versorgt. Maßgeblich sind Grundwasserbrunnen aus den Rheinauen und den filtrierenden Schichten des Rheinsystems; dieses Wasser wird nach der Förderung aufbereitet und in das Leitungsnetz eingespeist. Ergänzend spielt im Versorgungsgebiet die Anbindung an weitere Kölner Wasserwerke eine Rolle, deren Rohwasser ebenfalls aus grundwasserführenden Rheinterrassen stammt. Hürth bezieht damit kein Talsperrenwasser wie manche Orte im Bergischen oder in der Eifel, sondern überwiegend Grundwasser aus dem rheinischen Sedimentkörper. Genau dort liegt der Schlüssel zum Härtewert: Das Wasser ist auf seinem Weg durch kalk- und mineralreiche Schichten angereichert worden. Im Vergleich zum übrigen Nordrhein-Westfalen wirkt Hürth deshalb deutlich härter. Viele Städte im Westen und Süden des Landes greifen auf Mischungen aus Talsperrenwasser und weicherem Mittelgebirgswasser zurück, etwa aus der Eifel, dem Sauerland oder dem Weserbergland. Hürth dagegen steht näher an der rheinischen Wasserlandschaft, die von Kies, Sand, Kalk und flachen Grundwasserströmen bestimmt wird. Auch gegenüber Orten am Rand der Ville oder entlang der Erft zeigt sich dieser Unterschied: Dort wechseln die geologischen Verhältnisse schneller, hier dominiert das breite, sedimentreiche Becken zwischen Köln, Brühl, Frechen und Erftstadt. Deshalb bleibt das Hürther Leitungswasser mineralisch kräftig und unterscheidet sich klar von vielen weicheren Versorgungsgebieten in Nordrhein-Westfalen.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: RheinEnergie AG

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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