Wasserhärte in Illmensee

PLZ 88636 · Sigmaringen, Baden-Württemberg

19,3 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Wasserversorgung Illmensee

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Praktische Tipps bei 19,3 °dH

Spülmaschine

Bei 19,3 °dH in Illmensee: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Baden-Württemberg

Illmensee liegt mit 19,3 °dH 3,4 °dH über dem Durchschnitt (15,9 °dH).

Illmensee
19,3
Baden-Württembe...
15,9

Vergleich mit Deutschland

Illmensee liegt mit 19,3 °dH 4,6 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Illmensee
19,3
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Wilhelmsdorf 20 °dH hart
Heiligenberg 19,4 °dH hart
Riedhausen 17,7 °dH hart
Guggenhausen 20,1 °dH hart
Königseggwald 19,6 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Illmensee

Illmensee liegt deutlich über dem baden-württembergischen Durchschnitt: 19,3 °dH sind hart und damit spürbar mineralreicher als viele Orte im Land, die oft im mittleren Bereich liegen. Der Grund sitzt im Untergrund des Linzgaus am Nordrand des oberschwäbischen Moränenlands. Hier prägen eiszeitliche Schotter, glaziale Sande und kiesige Ablagerungen aus dem Becken der Würm-Kaltzeit das Wasser. Beim langsamen Weg durch diese lockeren Schichten löst es Calcium und Magnesium aus den Gesteins- und Bodenmaterialien. Dazu kommt die Lage zwischen Hügeln, kleinen Tälern und abflussarmen Senken rund um den Illmensee selbst. Das Wasser bleibt länger im Kontakt mit dem Untergrund als in vielen Quellgebieten des Schwarzwalds oder der Schwäbischen Alb. Genau dort liegt der Unterschied zu Nachbarorten: Richtung Überlingen oder Ravensburg wechseln die Härtewerte je nach Herkunft deutlich, doch Illmensee bleibt im Bereich des harten Wassers, weil die lokale Geologie mineralreiche Wege vorgibt. Das Trinkwasser stammt aus dem örtlichen Verbund der Wasserversorgung im Landkreis Sigmaringen, der die Ortsteile über Brunnen und Quellen im näheren Umland versorgt. Maßgeblich sind Grundwasserfassungen aus dem Moränen- und Schotterraum, gespeist aus den Niederschlägen der höher gelegenen Landschaft zwischen Illmensee, Pfullendorf und Ostrach. Dort sammeln sich die Wasservorräte in durchlässigen Kiesen und Sanden, bevor sie gefördert und aufbereitet werden. Oberflächenwasser aus Talsperren spielt hier keine Rolle; entscheidend sind die lokalen Tiefen- und Quellvorkommen. Der Versorger hält damit eine Versorgung bereit, die klar an die geologische Eigenart des Linzgaus gebunden ist und nicht an große Fernleitungen aus dem Donau- oder Bodenseeraum. Gegenüber vielen Gemeinden im Landkreis Sigmaringen zeigt Illmensee ein eigenständiges Profil. Während Orte auf tonigeren oder stärker gemischten Schichten teils weichere Werte erreichen, fällt hier die Härte wegen der kalk- und magnesiumführenden Schotter deutlich höher aus. Auch im Vergleich zum baden-württembergischen Mittel wirkt Illmensee mineralischer und kräftiger. Die Nähe zu den Endmoränen, zu kleinen Zuflüssen und zu den feuchten Mulden um den See prägt das Wasser stärker als reine Tal- oder Quelllagen. Wer die regionale Karte liest, sieht schnell: Illmensee steht hydrologisch näher an den eiszeitlichen Ablagerungen des Linzgaus als an den weicheren, tiefer gelagerten Versorgungsräumen des Landes.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Wasserversorgung Illmensee

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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