Wasserhärte in Kleinrinderfeld

PLZ 97271 · Würzburg, Bayern

40 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

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Wasserversorger

Zweckverband zur Wasserversorgung der Großräume Würzburg

Website

Praktische Tipps bei 40 °dH

Spülmaschine

Bei 40 °dH in Kleinrinderfeld: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Kleinrinderfeld liegt mit 40 °dH 22,7 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Kleinrinderfeld
40
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Kleinrinderfeld liegt mit 40 °dH 25,3 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kleinrinderfeld
40
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Geroldshausen 22 °dH hart
Guttenberger Wald 29,2 °dH hart
Kist 33 °dH hart
Kirchheim 30,5 °dH hart
Irtenberger Wald 29,2 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kleinrinderfeld

Kleinrinderfeld bezieht sein Trinkwasser vom Zweckverband zur Wasserversorgung der Großräume Würzburg. Die Versorgung stützt sich auf Grundwasser aus den Brunnen im Umfeld von Kleinrinderfeld und im Mainfränkischen Becken, ergänzt durch Verbundleitungen aus dem Trinkwassernetz des Landkreises Würzburg. Entscheidend sind die tieferen Grundwasserleiter in den Muschelkalkschichten zwischen Würzburg, Geroldshausen und Kirchheim; dort sammelt sich Wasser, das durch Kalk- und Dolomitgestein geflossen ist und dabei viel Calcium und Magnesium aufgenommen hat. Die Nähe zum Main hilft nicht mit weichem Flusswasser, sondern prägt nur die Landschaft: Trinkwasser kommt hier aus dem Untergrund, nicht aus dem Fluss selbst. Genau deshalb liegt der Härtewert bei 40 °dH und damit im sehr harten Bereich. Der Grund liegt im Untergrund der Gegend. Südlich und westlich von Kleinrinderfeld bestimmen Muschelkalk und lössbedeckte Ackerflächen das Bild, nach Osten schließen sich die härteren Schichten des fränkischen Schichtstufenlands an. Das Wasser sickert durch kalkreiche Böden, löst unterwegs Mineralien aus dem Gestein und wird dadurch deutlich härter als in vielen anderen Teilen Bayerns. Orte wie Würzburg, Eisingen oder Höchberg greifen oft auf andere Verbundstrukturen oder auf Mischwasser aus dem Mainfränkischen Raum zurück, während Kleinrinderfeld näher an den ländlichen Gewinnungsgebieten mit kalkgeprägtem Grundwasser liegt. Darin liegt der Unterschied zu Gegenden an Alpenrand oder Isar, wo Quellwasser aus kristallinen oder karbonatärmeren Einzugsgebieten deutlich weicher ausfällt. Kleinrinderfeld steht damit exemplarisch für den westlichen Landkreis Würzburg: kein alpines Quellwasser, keine Talsperre, sondern kräftig mineralisiertes Grundwasser aus dem fränkischen Muschelkalk. Der Versorger verbindet lokale Brunnen mit dem regionalen Netz, damit die Gemeinde auch in trockenen Phasen sicher versorgt bleibt. Das erklärt den klaren Gegensatz zu vielen bayerischen Orten mit weicherem Wasser aus Voralpenquellen oder aus tiefen Waldgebieten. Hier draußen, zwischen Ackerflächen, Lösshängen und den Grundwasserzonen des Mainfränkischen Beckens, kommt das Trinkwasser direkt aus einer Landschaft, die Kalk im Boden trägt und ihn im Wasser wieder sichtbar macht.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Zweckverband zur Wasserversorgung der Großräume Würzburg

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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