Wasserhärte in Kirchheim

PLZ 97268 · Würzburg, Bayern

30,5 °dH
hart
0 30 °dH
Weich
< 8,4 °dH
Mittel
8,4 – 14
Hart
> 14 °dH

Einteilung nach Wasch- und Reinigungsmittelgesetz (WRMG)

Hinweis: Dieser Wert ist ein Schätzwert basierend auf regionalen Daten. Der tatsächliche Wert kann abweichen. Fragen Sie Ihren Wasserversorger nach dem exakten Wert.
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Wasserversorger

Fernwasserversorgung Franken

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Praktische Tipps bei 30,5 °dH

Spülmaschine

Bei 30,5 °dH in Kirchheim: Stufe 3 (hart) einstellen. Regeneriersalz regelmäßig nachfüllen, Klarspüler-Dosierung erhöhen. Entkalkung alle 1-2 Monate.

Waschmaschine

Waschmittel nach der höchsten Dosierungsangabe auf der Packung dosieren. Enthärter-Tab empfohlen, um Kalkablagerungen vorzubeugen.

Wasserkocher

Alle 1-2 Wochen entkalken. Essigwasser (1:1) oder Zitronensäure verwenden. Sichtbare Kalkablagerungen sind bei diesem Härtegrad normal.

Kaffeemaschine

Wasserhärte auf die höchste Stufe einstellen. Monatliche Entkalkung empfohlen. Ein Wasserfilter verbessert den Geschmack und schützt die Maschine.

Aquarium

Gut geeignet für Malawi- und Tanganjika-Cichliden, Guppys und Endler. Für Weichwasser-Arten Osmosewasser beimischen.

Zimmerpflanzen

Kalkempfindliche Pflanzen (Orchideen, Azaleen, Hortensien) mit Regenwasser gießen. Robuste Pflanzen wie Grünlilien vertragen hartes Wasser gut.

Baby & Säuglingsnahrung

Das Leitungswasser ist gesundheitlich unbedenklich, der hohe Kalkgehalt kann aber den Geschmack beeinflussen. Für Säuglingsnahrung empfiehlt es sich, einen Tischfilter zu verwenden oder auf stilles Mineralwasser mit dem Hinweis „geeignet für Säuglingsnahrung“ zurückzugreifen.

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Einordnung im Vergleich

Vergleich mit Bayern

Kirchheim liegt mit 30,5 °dH 13,2 °dH über dem Durchschnitt (17,3 °dH).

Kirchheim
30,5
Bayern
17,3

Vergleich mit Deutschland

Kirchheim liegt mit 30,5 °dH 15,8 °dH über dem bundesweiten Durchschnitt (14,7 °dH).

Kirchheim
30,5
Deutschland
14,7

Wasserhärte in der Umgebung

Ort Wasserhärte Bereich
Geroldshausen 22 °dH hart
Kleinrinderfeld 40 °dH hart
Wittighausen 23 °dH hart
Giebelstadt 30,3 °dH hart
Bütthard 27,9 °dH hart

Wissenswertes über das Wasser in Kirchheim

Unter Kirchheim bei Würzburg liegt kein junges Schotterbett, sondern das fränkische Triasland mit Buntsandstein, Muschelkalk und darüber kleinräumig Löss aus der Eiszeit. Besonders der kalkreiche Muschelkalk prägt den Untergrund im Landkreis Würzburg. Regenwasser sickert durch die Böden, löst dabei Kalk und Magnesium aus den Schichten und kommt deshalb im Ort als hartes Wasser an. Die Mainlinie trägt ihren Teil dazu bei: Das Einzugsgebiet ist von Kalkhängen, Keuperrücken und lössbedeckten Feldern umgeben, nicht von kristallinen Gesteinen, die weiches Wasser liefern würden. Genau deshalb liegt Kirchheim mit 30,5 °dH deutlich auf der harten Seite, während Orte mit mehr Sandsteinanteil oder mit stärker verdünntem Fernwasser oft niedrigere Werte haben. In der Umgebung von Würzburg sind solche hohen Härten typisch, weil der Untergrund seit Millionen Jahren aus Meeresablagerungen aufgebaut wurde und das Wasser auf seinem Weg durch diese Schichten Mineralien aufnimmt. Das Trinkwasser kommt aus dem Netz des Zweckverbands Fernwasserversorgung Franken, der den Raum Würzburg mit aufbereitetem Fernwasser versorgt. Dieses Wasser stammt nicht aus einem einzelnen Kirchheimer Ortsbrunnen, sondern aus dem überregionalen Gewinnungssystem des Verbands, vor allem aus dem Mönchswaldgebiet und weiteren Brunnenstandorten im fränkischen Wasserverbund. Über Pumpwerke, Leitungen und Speicher gelangt es in das Ortsnetz und wird dort an die Haushalte verteilt. Kirchheim liegt damit nicht auf einer isolierten lokalen Quelle, sondern an einer wichtigen Fernwasserachse, die viele Gemeinden im Landkreis Würzburg verbindet. Gerade dieser Anschluss sorgt dafür, dass das Trinkwasser trotz des harten regionalen Untergrunds hygienisch stabil und mengenmäßig zuverlässig bereitsteht. Im Vergleich zu Nachbarorten im Maintal und im Umland von Würzburg zeigt Kirchheim ein deutlich fränkisches Muster: hartes Wasser aus kalkgeprägtem Untergrund, nicht das weichere Bild, das man aus manchen Mittelgebirgsräumen in Bayern kennt. Während Orte mit stärkerem Sandstein- oder Granituntergrund oft spürbar geringere Härtewerte haben, bleibt Kirchheim auf dem Niveau des Muschelkalkgebiets. Der Unterschied ist geologisch klar lesbar. Hier bestimmen alte Meeresablagerungen, Lössdecken und die Nähe zum Main die Mineralfracht des Wassers. Kirchheim steht damit mitten in einer Region, in der der Boden selbst den Charakter des Trinkwassers formt.

Häufige Fragen

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Stand: 13.04.2026 · Quelle: Fernwasserversorgung Franken

Alle Angaben ohne Gewähr. Verbindliche Werte erhalten Sie von Ihrem Wasserversorger.

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